Aggressionen inzwischen Problem
Forscher arbeiten an gefühlvollen PCs

Längst ist der PC mehr als nur ein Rechen- oder Schreibknecht. Viele Menschen haben fast eine gefühlsmäßige Beziehung zu ihrem Computer.

HB FRANKFURT. Aggressionen gegen Computer sind inzwischen zu einem Problem geworden, das durch die dabei entstehenden Schäden ein auf betriebs- und volkswirtschaftlicher Ebene nicht unerhebliches Niveau erreicht hat. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) in Rostock wollen auf der Messe Cebit im März 2006 nun Techniken zeigen, mit denen der PC einmal auf die Gefühlslage seines menschlichen Gegenübers reagieren könnte.

Die erste Frage dabei sei, wie der Computer überhaupt etwas vom Gemütszustand des Menschen erfahren könne, erklärten die Experten. Einige Emotionen wie Körperhaltung, nervöses Fingerspiel oder das Runzeln der Stirn seien offensichtlich und ließen sich per Kamera mit Bildauswertung beobachten und einordnen.

Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck, Hauttemperatur und -widerstand seien dagegen subtilere Faktoren. „Wir haben einen Handschuh entwickelt, der solche Parameter mit geeigneten Sensoren misst“, sagt Christian Peter von der Abteilung Human-Centered Interaction Technologies. „Ein zugehöriges Gerät wertet sie aus und speichert sie ab. Darüber hinaus arbeiten wir an Techniken, mit denen Mimik erkannt werden kann oder mit deren Hilfe wir emotionsbezogene Merkmale aus Sprachsignalen extrahieren.“ Wie das alles funktioniert, wollen die Forscher auf der Cebit zeigen, die vom 9. bis 15. März in Hannover stattfindet.

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