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Twitter – „Und was machst Du gerade?“

"Und was machst Du gerade?" Diese einfache Frage hat es geschafft, binnen kürzester Zeit zum Inbegriff einer neuen Kommunikationsform im Internet zu werden. Der Online-Dienst "Twitter", was zu deutsch soviel wie "zwitschern" oder "schnattern" heißt, sowie zahlreiche Klone ermöglichen es ihren Nutzern, kurze Mitteilungen von maximal 140 Zeichen Länge per Rechner oder mobilem Endgerät zu erstellen und diese zu verschicken - an Freunde und Bekannte, oder aber an die allgemeine Internetöffentlichkeit.

"Der Reiz und damit der Grundstein des Erfolges von Twitter und vergleichbaren Diensten liegt in der Verbindung von Micro-Blogging-Tool, Instant Messaging und SMS mit dem Social-Networking-Gedanken", analysiert Andrea Schulz, Co-Leiterin des Arbeitskreises Zukunftstrends und Geschäftsführerin der artundweise GmbH. "Über das Posting von oftmals scheinbar banalen Instant-Nachrichten haben die Nutzer eine bislang kaum gekannte Möglichkeit, in einem weitläufigen Netzwerk aus Familie, Freunden und Bekannten virtuell präsent zu sein und Kontakt zu halten", ergänzt Malte Hasse von der A&B FACE2NET GmbH und ebenfalls Co-Leiter des Arbeitskreises.

Das Leben der Anderen

Der entscheidende Unterschied zu etablierten Formen der Online-Kommunikation liegt damit in der prinzipiellen Offenheit des Adressatenkreises. Anders als bei SMS oder Instant Messaging richtet sich das "Online-Gezwitscher" nicht an einzelne Personen oder Personengruppen, noch wird eine unmittelbare Antwort auf die Nachrichten erwartet. Reiz und Charme des Online-Dienstes liegen vielmehr in dem Einblick, den man vom Leben der Anderen durch das Verfolgen der Nachrichten gewinnt, und den man natürlich auch selbst durch das Schreiben gewährt. Gleichzeitig werden über die Postings permanent Kontaktchancen eröffnet: Mit der derzeit wohl einfachsten Möglichkeit, mit der ein Einzelner Nachrichten in Echtzeit verfassen und mit dieser eine Vielzahl von Menschen erreichen kann, konzentriert sich hier also der der gesamte Social Networking Gedanke auf übersichtliche 140 Zeichen.

Markt-Relevanz/-Potential

Seit seinem Start im März 2006 sorgt der Online-Service Twitter für Aufsehen und hat sich zu einem der Renner im Bereich der Social Software Angebote entwickelt. Allein im ersten Jahr seines Bestehens konnte der Service eine monatliche Verdopplung seiner Nutzerschaft verzeichnen. Gleichzeitig spiegelt sich der Erfolg des "Microbloggings" in zahlreichen Nachahmerangeboten.

Potential hat das Gezwitscher aber nicht allein als unterhaltsames Networking- und Kommunikationstool. Als adhoc Kanal zur Verteilung von Nachrichten- und Informationen, der zudem einfach in bestehende Services und/oder Communities integriert werden kann, sowie die Anbindung an mobile Endgeräte machen Twitter und Co. auch für die Marken- und Produktkommunikation interessant. Richtig eingesetzt und clever in die kommunikative Gesamtstrategie eingebunden, bietet sich damit ein Kanal mit viralem Potential.

Nutzer-Akzeptanz

Die Begeisterung, mit der die Nutzer Kurznachrichten via Twitter & Co. verfassen ist ungebrochen. Die Einfachheit der Nutzung der Services und die breite plattformübergreifende Nutzbarkeit sorgt nicht nur für eine breite Akzeptanz, sondern auch für kontinuierlich steigende Nutzerzahlen. Zusätzlichen Schwung erhält diese Entwicklung durch Tools und Services, die auf unterschiedliche Weise auf die neuen Kommunikationskanäle zurückgreifen und diese weiterverarbeiten.

Technologische Herausforderung

Wie auch andere Dienste aus dem Bereich des Social Software setzen auch die "Micro-Blogging"-Anbieter auf eine breite, plattformunabhängige Einsetzbarkeit ihrer Services. Ein Mobiltelefon oder ein handelsüblicher PC ist alles, was der Nutzer braucht. Und auch die Anbieter der Services betreiben nicht "rocket science", sondern setzen auf bewährte Frameworks.

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