Aktuelle Studie
Software-Piraterie in Deutschland erstmals rückläufig

Die Softwarepiraterie ist einer aktuellen Studie zufolge im Jahr 2005 erstmals seit rund zwölf Jahren in Deutschland zurück gegangen. Der Anteil von Raubkopien sei bei einem Wert von 1,5 Milliarden Euro von 29 auf 27 Prozent gesunken. Das teilte der Branchenverband BSA (Business Software Alliance) am Dienstag in München mit.

dpa MÜNCHEN/HAMBURG. Deutschland liege damit weltweit gemeinsam mit Schweden, Dänemark, der Schweiz und Großbritannien auf Platz fünf in der „Liga der Musterknaben“. Europaweit sei die Rate bei nahezu konstantem Schaden von 9,68 Mrd. Euro leicht auf 36 Prozent gestiegen.

Weltweit sei vor allem in den Wachstumsmärkten China und Indien sowie in Russland und Osteuropa der Kampf gegen illegal kopierter Software erfolgreich gewesen. In China verzeichnete das Marktforschungsinstitut IDC im Auftrag des Verbandes zum zweiten Mal in Folge eine rückläufige Piraterierate - 2005 um minus vier auf 86 Prozent. „Dies ist besonders beeindruckend, wenn man das rapide Wachstum der chinesischen IT-Branche in Betracht zieht, sagte Verbandspräsident Robert Holleyman.

Die USA verzeichneten im weltweiten Vergleich mit 21 Prozent zwar erneut die geringste Piraterierate, liegen mit einem geschätzten Umsatzausfall von 6,9 Mrd. Dollar allerdings noch weit vor China mit 3,9 Mrd. Dollar Schaden. Die höchsten Raten ermittelte das IDC in Vietnam und Simbabwe (jeweils 90 Prozent, gefolgt von Indonesien (87 Prozent), China und Pakistan (jeweils 86 Prozent).

Die Pirateriestatistik wird jährlich im Auftrag der BSA von der Marktforschung IDC erhoben. Sie vergleicht den geschätzten Gesamtbedarf an Software mit den tatsächlich verkauften Lizenzen und errechnet daraus den Anteil an Raubkopien. Für die Studie wurden 97 Länder auf den Anteil raubkopierter Software untersucht. In insgesamt 51 Länder sei die Rate rückläufig, in 27 blieb sie gleich, hieß es. Dass der Einsatz von illegal kopierter Software weltweit nicht zurückging, liege vor allem an Westeuropa, den USA und Japan, die keine Veränderung nach unten verzeichneten.

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