AKW-Katastrophe in Japan: Privatleute sollen Strahlungsdaten sammeln

AKW-Katastrophe in Japan
Privatleute sollen Strahlungsdaten sammeln

Die Japaner sorgen sich um den Weg nuklear verseuchter Partikel. Doch die offizielle Messungen allein reichen manchen Betroffenen nicht aus – sie setzen auf selbst erhobene Daten, die sie via Internet verbreiten.Japaner
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DüsseldorfJapan ist ein High-Tech-Land – das zeigt sich auch in der vielleicht schwersten Krise des Landes seit dem zweiten Weltkrieg. Auf der Website RDTN.org sammeln die Japaner privat gemessene Strahlenwerte und stellen sie anderen Nutzern zur Verfügung. Die Betreiber der Website rufen die Japaner dazu auf, sich Geigerzähler zu kaufen und die gemessenen Werte auf der Website einzutragen und so mit anderen zu teilen.

Die so gesammelten Daten werden über Google Maps aufbereitet, sodass sich die Nutzer den jeweils von ihrem Heimatort nächstliegenden Strahlenwert ansehen können. „Unsere Hoffnung ist, dass die Daten die offiziellen Angaben bei diesen sich schnell verändernden Umständen ergänzen“, so die Betreiber auf ihrer Website.

Auch die offiziellen Stellen werden eingeladen, ihre Messergebnisse an die Betreiber zu schicken. Weitere Daten kommen von ähnlichen Seiten wie Pachube.com und GeigerCrowd.net.

Das Prinzip dahinter – die Auslagerung von Arbeit an eine Masse von meist freiwilligen Nutzern – wurde 2006 von den Wired-Journalisten Jeff Howe und Mark Robinson auf den Begriff „Crowdsourcing“ getauft.

Stephan Dörner
Stephan Dörner
Handelsblatt Online / Mitarbeiter

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    FREIWILLIGE gesucht!

    Werte Herren Aktionäre,
    die Sie in den letzten Jahren an ihren Aktien der großen deutschen Stromversorger gut verdient haben.
    JETZT ist Ihre Stunde gekommen – Sie – ja genau Sie da hinten, die sich über die Kursgewinne nach der Laufzeitverlängerung der AKWs vor einigen Monaten so gefreut haben – ja genau SIE, Sie könnten doch den Feuerwehrleuten bei Ihrem schwierigen Einsatz im AKW helfen.
    Was – Sie sagen, das haben Sie nicht gelernt. Macht doch nichts – Sie könnten doch dafür sorgen, dass die Bergarbeiter, die unter den AKWs eine Schutzmauer installieren müssen, immer mit frischen und sauberem Trinkwasser versorgt werden.
    Und falls Sie wegen Flugangst nicht nach Japan wollen – warten Sie es ab – es wird auch hier für Sie Gelegenheit geben, Verantwortung zu übernehmen.

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