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Alcatel beendet seine Telematik-Aktivitäten

Der Elektronikkonzern Alcatel SEL wird seine Telematik-Aktivitäten beenden. Dies erklärte am Mittwoch eine Sprecherin des Unternehmens in Stuttgart. Man habe das angepeilte Umsatzvolumen nicht erreicht.

dpa STUTTGART. Der Elektronikkonzern Alcatel SEL wird seine Telematik-Aktivitäten beenden. Dies erklärte am Mittwoch eine Sprecherin des Unternehmens in Stuttgart. Man habe das angepeilte Umsatzvolumen nicht erreicht.

Sie nannte aber die geplanten Zahlen nicht. Um erfolgreich in der Telematik agieren zu können, wären hohe Investitionen notwendig gewesen, sagte sie.

Nach Einschätzung des Betriebsrates wäre bis zum Jahr 2010 ein Umsatzvolumen von 250 Mill. Euro möglich gewesen. Der Bereich Telematik war erst im Herbst 2003 ins Leben gerufen worden. In dem Bereich sind rund 20 Mitarbeiter beschäftigt. Der Betriebsrat und die IG Metall warfen der Alcatel eine „falsche Weichenstellung“ vor.

Im November vergangenen Jahres hatte das zum französischen Alcatel-Konzern gehörende Unternehmen angekündigt rund 900 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen zu wollen. Die Umsetzung laufe noch, hieß es beim Unternehmen. Der mit dem Betriebsrat unterzeichnete Vertrag sehe vor, dass bis zum 30. November 2004 keine Kündigung ausgesprochen werden dürfe.

Der Konzern hatte Anfang des Jahres vorgeschlagen, dass rund 550 von ihnen in Outsourcing-Projekte ausgelagert werden sollen. Wie zu hören war, hätten viele Betroffene es abgelehnt in eine Transfergesellschaft überzuwechseln. Alcatel sei bestrebt, die Zahl der Kündigungen soweit wie möglich zu reduzieren, hieß es. Der Betriebsrat befürchtet, dass im Dezember bis zu 250 Kündigungen ausgesprochen werden könnten. Alcatel beschäftigte zum Ende des vergangenen Jahre 5 600 Mitarbeiter in Deutschland.

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