Allgegenwärtiges Internet
Zeitungen werden herausgefordert

Die Zeitungen müssen sich in Zukunft nach Ansicht von Experten der IT- und Medienbranche auf das „allgegenwärtige Internet“ einstellen. Die Verbraucher hätten das Internet schneller als jedes andere Medium angenommen.

dpa SEOUL. Es werde mehr Computer und Geräte als Menschen geben, und die Dienste der Computer würden „wie die Luft überall und zu jeder Zeit zur Verfügung stehen,“ sagte der Vorsitzende des staatlich geförderten Elektronik- und Telekommunikations- Forschungsinstituts in Südkorea, Yim Chu Hwan, am Dienstag in Seoul. Er sprach vor Teilnehmern des laufenden 58. Weltkongresses der Zeitungen.

Täglich würden 30 Mrd. E-Mails verschickt, sagte Yim. Südkorea steht an vorderster Front bei der Entwicklung neuer Medien, mit denen der Weg zur „allgegenwärtigen“ Vernetzung geebnet werden soll. Dazu gehört auch die drahtlose Breitband- Technologie, mit der ein Internetzugang auch bei Bewegungen bis zu 60 Kilometer pro Stunde noch möglich ist.

„Unsere Zukunft hängt von unserer Fähigkeit ab, das Internet zu nutzen,“ sagte der Präsident der japanischen Zeitung „Asahi Shimbun“, Shinichi Hakoshima, in Seoul. Deshalb müssten sich auch die Zeitungen ändern, „so dass wir Wege finden, mit der jüngsten Medienform zusammen zu leben,“ meinte Hakoshima, dessen Blatt mit täglich mehr als zwölf Mill. Lesern die weltweit zweitgrößte Zeitung ist.

Hakoshima berichtete auf einer Sitzung über die nächste Mediengeneration über Erfahrungen mit den neuen Medien. „Asahi“ bietet online Informationsseiten an, auf die Kunden über das Mobiltelefon Zugriff haben. Es sei immer noch selten für eine Zeitung mit einem Onlineauftritt, Gewinne zu machen, sagte Hakoshima. Die Internetnutzer erwarteten, dass sie Nachrichten umsonst abrufen könnten. Diese „Hürde“ falle jedoch bei Handys weg. Die Kunden würden eher mit der Gebührenabrechnung für ihr Handy auch Extrageld für den mobilen Internetzugang zahlen.

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