Alternatives Basismaterial getestet
Material für Leiterplatten schont Umwelt

Heutige Leiterplatten, auf denen Computerchips und anderes Innenleben von Rechnern verankert sind, sind äußerst umweltbelastend, wenn der Computer einmal ausgedient hat. Doch es geht auch anders, wie jetzt eine Studie des Öko-Instituts Freiburg zeigt.

wsa HAMBURG. Die Forscher haben ein alternatives Basismaterial getestet, bei dem auf giftige Flammschutzmittel verzichten werden kann und dass bei gleichen Kosten technische Vorteile für die Platinenhersteller bietet – auch bei hochintegrierten Schaltungen.

Die Freiburger Forscher setzen auf geschäumte Hochtemperatur- Thermoplaste (HTT), deren Umweltbelastung schon während der Herstellung – inklusive aller Vorprozesse – nur etwa halb so hoch ist wie bei den bisher üblichen thermoduren Polymeren. Die Platinen lassen sich laut der Studie am Ende deutlich besser recyclen, was für die Hersteller angesichts der EU-Altgeräterücknahmepflicht, die ab Mitte 2005 für die Elektronikindustrie gilt, immer wichtiger wird.

Interessant für die Elektronik-Industrie dürfte aber vor allem sein, dass die Platinen bei gleichen Kosten auch hochintegrierte Schaltungen tragen können, wie das Forscherteam durch erste funktionsfähige Muster zeigen konnte. Die Platinen lassen sich zudem thermisch und mechanisch nachverformen, so dass etwa Schalter und Tastfunktionen in die Platine integriert werden können und Bauteile sowie Kabelverbindungen einsparen. Alles lässt sich in Serie produzieren. Die Forscher demonstrieren im ersten Teil ihrer Studie die prinzipielle Machbarkeit ihrer Methode.

In der Qualifizierungsphase testen die Forscher nun die Zuverlässigkeit und Dauergebrauch, optimieren die Leiterplattenproduktion und entwickeln umweltfreundliche Recyclingstrategien. Die Forscher gehen davon aus, dass ihr Material bereits im Sommer 2006 für eine Serienproduktion nutzbar sein wird.

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