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AMD bekräftigt Klagen gegen Intel

Der Chiphersteller AMD legt bei seinen Vorwürfen gegen wettbewerbswidriges Verhalten von Intel weiter nach.

dpa TOKIO/SUNNYVALE. Der Chiphersteller AMD legt bei seinen Vorwürfen gegen wettbewerbswidriges Verhalten von Intel weiter nach. Der weltweit zweitgrößte Chiphersteller hat am Donnerstag auch in Japan nach eigenen Angaben zwei Klagen jeweils vor dem High Court und einem Bezirksgericht in Tokio gegen seinen großen Konkurrenten eingereicht.

Wegen wettbewerbswidriger Intel-Absprachen mit Computerherstellern soll AMD ein Schaden von rund 50 Mill. Dollar entstanden sein. Erst vor wenigen Tagen hatte AMD gegen den Branchenriesen eine umfassende Kartellrechtsklage bei einem Bezirksgericht in Delaware (Kalifornien) eingereicht.

Unterdessen wies der neue Intel-Chef Paul Otellini die Vorwürfe zurück. „Wir widersprechen eindeutig den Vorwürfen von AMD und sind überzeugt, dass diese jüngste Klage günstig für uns ausgehen wird - genauso wie die anderen“, sagte Otellini. „Wir konkurrieren fair aber hart, um Endkunden die meisten Vorteile zu bringen.“ Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern. Zuletzt hatte AMD in Kalifornien Intel vorgeworfen, auf 38 Computerhersteller, kleine Systemhäuser, Groß- und Einzelhändler Zwang ausgeübt zu haben. Der Chipriese soll die Unternehmen mit illegalen Anreizen und Druck davon abgehalten haben, Geschäftsbeziehungen mit AMD einzugehen.

In ähnlicher Weise soll Intel nach den Vorwürfen von AMD auch in Japan vorgegangen sein. Zuletzt hatte sich das Unternehmen im April der Kartellrechtsbehörde in Japan gebeugt und von der Behörde beanstandete Klauseln in den Verträgen mit japanischen Computerherstellern gestrichen. Intel hatte fünf Herstellern Rabatte unter der Bedingung angeboten, dass sie ihre Geschäfte mit der Konkurrenz stark einschränken oder einstellen.

Die rechtswidrigen Geschäftspraktiken gehen nach Auffassung von AMD auch zu Lasten der Verbraucher. Durch die Ausnutzung seines Quasimonopols habe Intel mit seinen Verträgen die Computerpreise in die Höhe getrieben, die Auswahl sei dadurch begrenzt worden. Auch Brüssel hat nach AMD-Angaben eine Untersuchung gegen Intel wegen möglicher Kartellrechtsverstöße eingeleitet und kooperiert mit den japanischen Behörden.

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