AMD erreicht 25 Prozent des Servermarkts
IBM schickt neue Blade-Server ins Rennen

IBM hat neue Blade-Server mit AMD-Prozessoren vorgestellt und damit sowohl den Wettbewerb auf dem Markt der Blade-Server, als auch zwischen den beiden Chipherstellern Intel und AMD verschärft.

ruk MÜNCHEN. IBM war der erste Computerhersteller, der Opteron-Prozessoren von AMD in sein Serverprogramm aufgenommen hat. Das war im April 2003. Damals konzentrierte sich Big Blue bei dem Einsatz des AMD-Prozessors vor allem auf den oberen Leistungsbereich, während die Mitbewerber Hewlett-Packard und Sun Microsystems den Opteron bereits auf einer breiteren Basis in Serverrechnern einsetzten.

Diese Woche hat IBM nun in New York fünf neue Server vorgestellt, die mit einem Opteron-Prozessor ausgerüstet sind. Damit verbreitet auch IBM seine Angebotspalette und die entsprechenden Zielgruppen deutlich. Computerhersteller Dell hatte im Mai eine Opteron-Version in Highend-Systemen vorgestellt. IBM, Dell und HP wollen künftig außerdem Intels neuen Prozessor mit dem Codenamen Woodcrest in Servern einsetzen.

Bei den aktuell vorgestellten Rechnern von IBM handelt es sich um so genannte Blade-Server. Die Namensbezeichnung ist auf das Wort "blade" (engl. für Blatt) zurückzuführen. Gemeint ist damit eine Computer-Platine. Ein Blade-Server besteht aus mehreren Server-Blades in Form von Einschüben. Diese sind unabhängige Computersysteme mit eigenen Mikroprozessoren, Arbeitsspeicher, Netzwerkanschlüssen oder LAN-Switches auf einem Motherboard, die modular in einem Gestell (Rack) zu einem Blade-Server konfiguriert werden. Die Server-Blades nutzen die gleichen Ressourcen, werden zentral verwaltet und haben eine gemeinsame Stromversorgung und Lüftung. Ein 19-Zoll-Gestell kann bis zu 24 Server-Blades aufnehmen und über 300 Prozessoren enthalten.

Mit den jüngsten Ankündigungen hat sich auch der Wettbewerb zwischen den Chipherstellern Intel und AMD verstärkt. Nach Angaben der Marktforscher von Mercury Research hat AMD weltweit im zweiten Quartal dieses Jahres einen Marktanteil von 25,9 Prozent bei Serverchips erreicht. Dieses ist eine Steigerung um 3,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres mit 22,1 Prozent.

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