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AMD liefert erste „Opteron“-Chips mit zwei Kernen aus

AMD hat im Wettrennen um die Computer-Chips der nächsten Generation einen Spurt hingelegt. Der Chip-Produzent stellte seine ersten „Opteron“-Prozessoren mit zwei Kernen (Dual Core) für den Einsatz in großen Servern heute in New York vor.

dpa NEW YORK. AMD hat im Wettrennen um die Computer-Chips der nächsten Generation einen Spurt hingelegt. Der Chip-Produzent stellte seine ersten „Opteron“-Prozessoren mit zwei Kernen (Dual Core) für den Einsatz in großen Servern am Donnerstag in New York vor.

Die ersten großen Hersteller, darunter Sun, Hewlett-Packard, IBM und der Supercomputer-Produzent Cray, haben unterdessen bekannt gegeben, dass sie die neuen leistungsfähigen Prozessoren für ihre Serverplattformen nutzen wollen. „Im Server-Bereich verzeichnen wir eine sehr starke Nachfrage - fast mehr als wir erwartet hatten“, sagte Jochen Polster, Geschäftsführer von AMD Deutschland, der dpa.

Nach ursprünglicher Planung sollten die Server-Chips erst im Sommer auf den Markt kommen. Allerdings hatte der große Konkurrent Intel zuletzt Druck ausgeübt und Anfang der Woche die Verfügbarkeit seiner ersten Zwei-Kerne-Chips - allerdings für den Einsatz auf Personal Computern - bekannt gegeben. Die neuen Prozessoren besitzen zwei oder mehr statt wie herkömmlich nur einen Prozessor-Kern. Auf diese Weise sollen mehrere Aufgaben simultan erledigt werden.

Anders als Erzrivale Intel konzentriert sich AMD mit seinen ersten Dual-Core-Chips zunächst auf den professionellen Einsatz, entsprechende „Athlon“-Prozessoren für Desktop Computer sollen im Juni folgen. „Das ist eine logische Reihenfolge“, sagte Polster. In Unternehmensservern könne die vorhandene Software die Vorteile der neuen Chips sofort nutzen, Software für den Personal Computer müsse in der Regel erst noch optimiert werden, um die Leistungssteigerung auch umsetzen zu können.

AMD bringt Opteron-Prozessoren mit verschiedenen Leistungsmerkmalen zunächst für so genannte Vier- bis Acht-Wege- Server auf den Markt. Ende Mai sollen Chips für Zwei-Wege-Server und Workstations folgen. Mit den neuen Prozessoren soll die Leistung der Rechner um bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Für die Rechenleistung soll unter anderem auch der Aufbau der Chips verantwortlich sein. „Die Architektur des Opteron war von vornherein für zwei Kerne ausgelegt“, sagte Polster.

Ab Juni will AMD mit dem „Athlon 64 X2“ auch Endverbrauchern Dual- Core-Prozessoren offerieren. Die Nutzer werden von der neuen Technologie nach Einschätzung von Polster jedoch zunächst nur bei rechenintensiven und aufwendigen Arbeiten wie Bild- und Videobearbeitung auf Multimedia-PCs profitieren. Im Spielebereich wird es nach Polster noch keine großen Vorteile geben. „Das wird sich aber schnell ändern, sobald künftige Spiele für Mehrkern-Prozessoren optimiert sind.“ Bereits für Ende des Jahres erwartet Polster, dass die Doppelkern-Chips ein Produkt für den Massenmarkt sein werden.

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