Amnestie für Abschwörer
Plattenfirmen verklagen Musikpiraten

Die Plattenindustrie macht im Kampf gegen den illegalen Tausch von Musikstücken im Internet Ernst. Medienberichten zufolge reichte der Verband der amerikanischen Musikindustrie RIAA gestern 261 Klagen gegen Musikpiraten ein. Dies sei die erste Welle von Klagen, weitere sollen in Kürze folgen.

aug NEW YORK. Zugleich gab die RIAA eine Amnestie für all jene bekannt, die sich schriftlich verpflichten, künftig keine Musik mehr über Internet-Börsen wie Morpheus oder Kazaa zu tauschen. RIAA-Präsident Cary Sherman erklärte, die Klagen seien vor allem gegen „größere Fische“ eingereicht worden, die mehr als 1 000 urheberrechtlich geschützte Songs per Internet verbreitet hätten. „Wir hoffen, dass jetzt jeder unsere Drohungen ernst nimmt“, sagte Sherman. Der Musik-Verband hatte veranlasst, dass 1 500 Personen unter Strafandrohung vor Gericht geladen werden. Das US-Urheberrecht erlaubt Schadenersatzforderungen zwischen 750 und 150 000 $ für jeden illegal getauschten Titel.

Die RIAA vertritt Branchengrößen wie Universal Music, BMG, EMI, Sony Music und Warner Music. Sie hatte bereits Klagen gegen Internet-Börsen wie Kazaa, Grokster und Napster eingereicht. Der Grund für den Rechtsstreit: Der Austausch von Musikdateien verletze das Urheberrecht und sei Schuld am Rückgang des Umsatzes mit CDs um 31 % seit Mitte 2000.

Mittlerweise sollen monatlich 2,6 Mrd. Songs illegal übers Internet getauscht werden. Nach einer Studie des Forrester-Instituts entgingen der US-Musikindustrie dadurch im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 700 Mill. $.

Quelle: Handelsblatt

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