Analysten eher skeptisch
Apple bietet online Filme von Disney an

Apple wird nervös. Zum ersten Mal in der Firmengeschichte präsentierte Apple-Chef Steve Jobs gestern morgen in San Francisco ein Hardwareprodukt, das noch nicht marktreif ist. Die TV-Set-Topbox mit dem Arbeitstitel "iTV", die Filme vom PC auf den Fernseher übertragen soll, wird erst im Frühjahr 2007 angeboten werden. Zum von vielen erwarteten iTunes-Handy verlor Jobs allerdings kein Wort.

HB LONDON/FRANKFURT. Detailpflege statt großer Wurf: Apple-Gründer Steve Jobs kommt vor seinen Fans in San Francisco direkt zur Sache. Einen iPod mit 80 GB Festplatte und hellerem Bildschirm wird es geben, einen kleineren iPod Nano mit mehr Speicher, einen neuen iPod Shuffle und Preissenkungen. Auch der Verkauf von Kinofilmen startet - aber nur mit Streifen des Disney-Konzerns.

Der neue iPod mit 80 GB wird für 379 Euro angeboten werden, der 30 GB-Spieler wird auf 279 Euro im Preis reduziert. Der iPod Nano, laut Jobs der erfolgreichste MP3-Player der Welt, wird ab sofort auch mit 8-GB-Flash-Speicher zu haben sein. Damit schließt Apple zum neuen Herausforderer Sandisk auf, der kürzlich ebenfalls einen 8-GB-großen Flash-Spieler vorgestellt hatte.

Nur Filme aus vier Walt-Disney-Studios

Der Film-Download über iTunes umfasst nur Werke aus vier Walt-Disney-Studios. Offenbar konnte Jobs mit den Hollywood-Studios nicht mehr rechtzeitig handelseinig über die Preise werden. Seinen legendären Musikshop konnte er seinerzeit noch unter Beteiligung aller großen Musikfirmen starten; danach allerdings geriet er immer mehr mit den Plattenfirmen wegen der Preisgestaltung aneinander.

Die Kombination mit Walt Disney ist nicht überraschend. Jobs sitzt im Verwaltungsrat des Unternehmens und ist nach dem Verkauf seiner Firma Pixar Animation Studio an Disney dort der größter Aktionär.

Erstmals auch gestaffelte Preise

Neu ist, dass gleichzeitig mit dem Filmverkauf auf dem Apple-Online-Shop iTunes nun auch gestaffelte Preise (für neue und alte Filme) eingeführt werden. Eine Preispolitik, die Apple der Musikindustrie bislang vehement verweigert hat. Alle Musikstücke werden zum Einheitspreis verkauft. Analysten sehen hier jetzt ein erstes Entgegenkommen des Quasimonopolisten Apple.

Der Erfolg des neuen Online-Film-Angebots hängt zu einem großen Teil von der Preisgestaltung ab. Beim Konkurrenten Amazon kosten die meisten Filme zwischen 7,99 Dollar und 14,99 Dollar.Bei AOL geht es in einzelnen Fällen sogar bis auf 19,99 Dollar hinauf. Bei iTunes sollen neue Filme im Vorverkauf und in der ersten Woche des Verkaufs 12,99 Dollar kosten, danach 14,99 Dollar. Alte Titel sollen bei 9,99 Dollar liegen.

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