Anbieter will sich auch hierzulande als Marke etablieren
Chinesische Haier-Gruppe nimmt Europa ins Visier

Die chinesische Haier-Gruppe will sich als weltweiter Anbieter von Haushaltsgeräten auch in Europa als Marke etablieren. "Dabei setzen wir in Deutschland vor allem auf den Fachhandel und Fachmärkte", sagte der Verkaufs- und Marketingchef Nordeuropa, Kurt Weiss, auf der Funkausstellung in Berlin.

dpa BERLIN. Ziel sei, sich mit guter Qualität und einem hohen Anspruch als Marke kontinuierlich nach oben zu entwickeln. Die Entwicklung in den ersten Monaten seit der Marktpräsenz machten ihn optimistisch. "Das erste halbe Jahr ist sehr gut gelaufen. Der Absatz sei fast verzehnfacht worden."

"Im Preis sind wir nicht günstiger als andere Anbieter in unserer Kategorie", räumt Weiss ein. "Der Vorteil den wir haben, ist aber die Qualität." Bei der Markterschließung habe man das mittlere und höhere Segment im Auge. Wenn in zwei bis drei Jahren eine stabile Basis geschaffen worden sei, könnte die Produktpalette auch erweitert werden. Haier ist in Deutschland mit "weißer Ware" gestartet. Neben Kühlschränken, Waschmaschinen, Mikrowellen und Waschtrocknern seien aber auch moderne Fernsehgeräte im Angebot.

Es mache keinen Sinn, gleich zu Beginn mit allen Produkten der Gruppe am Markt anzutreten, meinte der Manager. Derzeit werden in der Region zwischen 100 und 150 angeboten. Die Palette der Gruppe umfasse 2 800 Produkte. Haier wurde 1984 in Qindao gegründete und entwickelte sich binnen 20 Jahren zu einem internationalen Unternehmen mit Niederlassungen in 165 Ländern. Derzeit würden über 50 000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz mit 96 Produktlinien habe im vergangenen Jahr 12,2 Mrd. Dollar betragen. Haier wird laut den Angaben bei einem weltweiten Ranking von Markennamen als einziges chinesisches Unternehmen unten den 100 wichtigsten aufgeführt.

Bei der Markterschließung in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Skandinavien werde nicht auf Firmenzukäufe gesetzt, sagte der für diese Region zuständige Manager. Haier hatte kürzlich 1,3 Mrd. für den drittgrößten amerikanischen Haushaltsgeräteanbieter Maytag geboten, schied aber aus dem Rennen gegen Whirlpool aus. Weiss schloss auch aus, dass Discounter beliefert werden. Dies passe nicht zur Marktstrategie. Das Mutterhaus habe es vorgemacht: Erst mit Qualität auf den Markt, dann den Markennamen aufbauen und dann expandieren.

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