Andreas Matz im Interview
Das Büro in der Tasche

"Ich glaube es gibt keinen Unternehmensberater unter 50, der kein Notebook benutzt" kommentiert Andreas Matz, Unternehmensberater aus Hamburg, die Zunahme mobiler Büros in seiner Branche. Leichte Notebooks, Handys und WLAN ermöglichen es, praktisch überall zu arbeiten. Hot Spots stellen die Verbindung zu Firmendaten und E-Mail-Servern sicher. Matz, der seit vielen Jahren mobil arbeitet, zeigt im Gespräch mit Anne Seiler die Vor- und Nachteile eines mobilen Büros auf:

Wie sind Sie dazu gekommen, mobil zu arbeiten?

Berufsbedingt, ganz einfach, weil ich früher, unmittelbar nach oder schon während meines Studiums, als freier Journalist, Autor und Redakteur gearbeitet habe. Das heißt, von zu Hause aus und in der Redaktion. Ein Grund, mit einem mobilen Computer zu arbeiten.

Macht die Mobilität das Arbeiten bequemer oder sogar effizienter?

Ich denke, wenn man bequemer arbeiten kann, arbeitet man auch besser. Also beides: bequemer und effizienter. Um das zu illustrieren: Es ist ein grundsätzlicher Unterschied, ob ich einen Desktoprechner irgendwo in einem Büro wie einen Altar aufgebaut habe und ich mich dahin begeben muss, oder aber ob ich ein leichtes Notebook benutze, das ich mitnehmen kann, wenn ich in die Küche gehe um einen Espresso zu trinken.

Das Problem ist: ich arbeite dadurch mehr. Aber ich glaube auch, dass man dadurch besser arbeiten kann.

Was ist ihr persönlicher Vorteil, den sie aus der Mobilität ziehen?

Ich kann mich beruflich besser entfalten. Wenn ich den Computer oder das Internet nicht so intensiv nutzen würde, hätte ich eine geringere Lebensqualität. Und ich hätte geringere Qualität in meiner Arbeit.

Wenn Sie fünf bis zehn Jahre zurückgehen - wäre ihre Arbeit, so wie Sie, sie jetzt erledigen, nicht möglich gewesen?

Meine Wertschöpfung wäre geringer. Vor zehn Jahren gab es andere Qualitätsmaßstäbe. Ich will nicht sagen, dass ich vor zehn Jahren schlechter war, nur weil es diese Technologie nicht gab - es kommt immer auf die Menschen an. In dem Gebiet, in dem ich beruflich tätig bin, gehört es dazu, dass man die Entwicklung im technologischen Bereich auch persönlich nachvollzieht. Sonst ist man irgendwann abgehängt und nicht mehr wettbewerbsfähig.

Seite 1:

Das Büro in der Tasche

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%