Angaben der Verwertungsgesellschaft Gema
Boom im Internet geht an Musikautoren vorbei

Das boomende Geschäft mit dem Musikvertrieb im Internet geht nach Angaben der Verwertungsgesellschaft Gema an Komponisten und Textern weitgehend vorbei.

dpa BERLIN. Wie die Gema am Dienstag in Berlin mitteilte, verringerten sich bei Musikdownloads und Ruftonmelodien die Erträge von 5,5 Mill. Euro im Jahr 2005 auf 3,5 Mill. Euro im vergangenen Jahr. Nach Worten von Gema-Vorstandschef Harald Heker ist dieser Trend beispielhaft für die Gesamtentwicklung. So sei die Schere zwischen Musikkonsum und geringer Einkommensentwicklung auch 2006 noch einmal weiter auseinander gegangen.

Die Gesamterträge der Gema konnten zwar leicht um 2,6 Prozent auf 874,4 Mill. Euro erhöht werden. Diese Steigerung stehe aber erneut in krassem Missverhältnis zum rasanten Anstieg der Musiknutzung, vor allem auch im Online-Geschäft. Auch die Zahlen für den Tonträgermarkt machten deutlich, dass sich der drastische Einnahmerückgang für Musikurheber im vergangenen Jahr fortsetzte. Die Erträge verringerten sich hier um 14,13 Prozent auf 102,5 Mill. Euro im Vergleich zu 2005.

Die Gema fordert erneut eine Korrektur der geplanten Novelle des Urheberrechts. Die jetzige Gesetzesform würde zu einer radikalen Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die Kreativen führen, vor allem bei den Vergütungsansprüchen für private Vervielfältigung. Nach der Novelle soll das illegale Kopieren von Filmen und Musik strafbar bleiben.

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