Angaben des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung
Schlafmodus verbraucht zu viel Strom

Forscher in Karlsruhe haben einen sehr hohen Stromverbrauch durch den Betrieb von Elektrogeräten im Stand-by-Modus festgestellt.

KARLSRUHE. Forscher in Karlsruhe haben einen sehr hohen Stromverbrauch durch den Betrieb von Elektrogeräten im Stand-by-Modus festgestellt. Allein im vergangenen Jahr verschleuderten elektrische Geräte nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in deutschen Haushalten und Büros 18 Milliarden Kilowattstunden Strom im Stand-by-Zustand.

Dies entspreche fast der gesamten Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland. Die Forscher empfehlen: Geräte ganz ausschalten, statt sie im Schlummerbetrieb laufen zu lassen. Außerdem plädieren sie dafür, den Leerlauf-Verbrauch bei Computern, Druckern, Fernsehern oder Espressomaschinen in Watt auszuweisen.

An den enormen Stromverlusten aus dem Stand-by-Betrieb wird sich nach der Prognose der Forscher in den nächsten zehn Jahren wenig ändern. Zwar seien viele Geräte wie Computer oder Fernseher technisch verbessert worden; steigende Gerätezahlen glichen Einsparungen aber nahezu aus. Zu dem Ergebnis kommt die ISI-Studie, die von den Forschern für das Bundeswirtschaftsministerium erarbeitet wurde.

Die Forscher sollten klären, ob sich der Stromkonsum durch eine Kennzeichnung der Geräte mit einem Stand-by-Label verringern lässt. Ein solcher Hinweis könnte angeben, wie viel Strom im Leerlauf- Betrieb verbraucht wird. Alternativen für die Kennzeichnung könnten nach der Studie auch freiwillige Selbstverpflichtungen der Hersteller, Mindeststandards, Verbot des Schein-Aus-Zustands oder der Ausbau bestehender Hinweise wie Energy-Star- oder EU-Öko-Label sein. Rechtlich wäre die Einführung einer Kennzeichnungspflicht nach Einschätzung der Projektpartner an der TU Dresden auch im nationalen Alleingang möglich.

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