Angebot an Linux-Maschinen soll mehr Umsatz bringen
Sun denkt an Übernahme von Novell

Der US-Computerhersteller Sun Microsystems will seinen Umsatz erhöhen. Um dies zu erreichen, will das im kalifornischen Santa Clara ansässige Pionierunternehmen aus dem Silicon Valley durch die Übernahme anderer Unternehmen aus der Branche wachsen. Diesen Plan erläuterte Sun-Präsident Jonathan Schwartz in einem Interview mit dem Wall Street Journal im Vorfeld der Linux-World in San Francisco.

HB MÜNCHEN. Sun denkt vor allem an eine mögliche Übernahme des Softwarehauses Novell. Das in Provo, Utah, ansässige Unternehmen ist ein Pionier von Software zur Vernetzung von Computern. Durch die Übernahme des deutschen Linux-Spezialisten Suse aus Nürnberg ist Novell zur Nummer zwei nach Red Hat unter den Linux-Systemhäusern aufgestiegen. Nun möchte Schwartz, zuständig für das operative Geschäft beim Unix- und Server-Spezialisten Sun, durch Zukäufe im Linux-Umfeld Vorteile gegenüber Konkurrenten erreichen, wie er in dem Interview erklärte.

Schwartz hatte auf seiner eigenen Webseite über das Verhältnis von IBM zu Novell und Red Hat spekuliert und eine mögliche Übernahme von Novell durch IBM wieder einmal ins Gespräch gebracht, schreibt der Online-Dienst von Heise. Zum Wall Street Journal sagte Schwartz, dass auch Novell als Übernahmekandidat für Sun infrage komme. Es habe aber noch keine Gespräche mit dem Novell-Management gegeben. Sun hatte in den letzten Quartalen wiederholt rote Zahlen geschrieben. Im abgelaufenen Quartal konnte das Unternehmen durch die Einigung mit Microsoft eine positive Bilanz sowie ein gewisses Polster an Barmitteln vorlegen. Schwartz sieht nun Sun als eines der am besten finanzierten Unternehmen, um eine aggressive Übernahmestrategie zu verfolgen.

Eine Übernahme von Novell könne durch Suses Enterprise Linux Server und verwandte Lösungen die Position von Sun auf dem Server-Markt stärken und Vorteile gegenüber IBM und Red Hat verschaffen. Gerade im unteren und mittleren Server-Segment versucht Sun beispielsweise mit Server-Systemen auf AMD-Basis zu punkten, hat aber neben dem hauseigenen Unix-Programm Solaris für Intelrechner kein eigenes Linux-Serversystem im Angebot. Im oberen Leistungsbereich dagegen tritt Sun mit seinen Sparc-Chips und Solaris mit einer kompletten eigenen Produktpalette gegen die Konkurrenz an.

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