Angriff des Internet-Wurms läuft ins Leere
Microsoft lässt "Mydoom" abblitzen

Während der Internet-Wurm „Mydoom.A“ die Server des Softwarehauses SCO geradezu überrannt hat, lief der Wurm-Ableger „Mydoom.B“ in Redmond ins Leere. Der Schädling konnte die Web-Site von Microsoft nicht in die Knie zwingen.

HB REDMOND. Das Angebot www.microsoft.com blieb am Dienstag gut erreichbar, obwohl der modifizierte „Mydoom“-Wurm eine Datenflut auf die Website des Software-Giganten in Bewegung setzen sollte. Damit blieb Microsoft das Schicksal des kleineren Softwarehauses SCO erspart, das durch den ursprünglichen Wurm „Mydoom.A“ über Tage im Internet blockiert wurde.

Microsoft hatte zuvor eine Ersatzadresse für seine Website eingerichtet, um auch bei einem Angriff im Internet noch erreichbar zu sein. Auf der Ersatz-Site https://information.microsoft.com werde Microsoft auch seine Kunden informieren, wie man das Schädlingsprogramm bekämpfen könne, sagte Microsoft- Sicherheitsmanager Stephen Toulouse in Redmond (US-Bundesstaat Washington). Da aber der „Mydoom.B“-Wurm nicht so stark im Internet verbreitet wurde wie sein Bruder „Mydoom.A“, blieb auch das Hauptangebot von Microsoft intakt.

Die SCO-Gruppe war ebenfalls auf eine andere Web-Adresse (www.thescogroup.com) ausgewichen, nachdem die Hauptadresse www.sco.com durch eine Flut von Datenpaketen außer Gefecht gesetzt worden war. SCO hatte Anbieter und Nutzer des alternativen Betriebssystems Linux wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen verklagt und sich dadurch Ärger in der Gemeinde der Internet-Nutzer zugezogen.

Die gegen Microsoft gerichtete Variante des E-Mail-Wurms „Mydoom.B“ ist nach Einschätzung von Experten deutlich weniger weit verbreitet als „Mydoom.A“, der PCs mit dem Windows-Betriebssystem von Microsoft in aller Welt infiziert hatte. PCs von Apple Computer („Macintosh“) und Linux-PCs können von „Mydoom“ nicht befallen werden.

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