Angriffe werden immer raffinierter
Evolution der Bedrohung

Viren im Anhang einer E-Mail sind nicht die einzige Bedrohung für Rechner und Netzwerke, die am weltweiten Internet hängen. Eine Vielfalt von Gefahren lauert im Netz und die Angriffe werden immer ausgefeilter.

hiz DÜSSELDORF. Experten des Sicherheitsspezialisten Symantec haben die Gefahren, die im Internet auf die Anwender lauern, analysiert und wagen nun eine Prognose für die weitere Entwicklung. Hier die Trends, die nach der Meinung der Fachleute die nächsten Monate bestimmen werden und auf die sich die Sicherheitsverantwortlichen in den Unternehmen einstellen müssen:

Phishing

Phishing ist der Versuch, in den Besitz vertraulicher Informationen zu gelangen. Phisher versuchen mit zahlreichen Tricks Kreditkartennummern, Kontoinformationen für das Online-Banking oder andere vertrauliche Daten zu erschleichen. Diese werden dann für betrügerische Zwecke eingesetzt. Allein im vergangenen Jahr führten durch Phishing verursachte Betrügereien bei US-Banken und Kreditkartenunternehmen zu Verlusten von nahezu 1,2 Milliarden Dollar. Schätzungsweise über 1,78 Millionen Menschen wurden Opfer von Online-Betrug als Folge von Phishing.

Das Erschleichen der Informationen kann über E-Mail, Spam, Spyware und komplexe Angriffe erfolgen. Phisher benutzen zum Beispiel gefälschte E-Mails, um Benutzer zur Eingabe vertraulicher Daten auf betrügerischen Webseiten oder in Online-Formulare zu verleiten. Die E-Mail stammt scheinbar von einem legitimen Absender wie eBay oder PayPal. Sie leitet das Opfer jedoch auf eine bösartige Website, die oft von der authentischen Website kaum zu unterscheiden ist. Die leichtfertig eingegeben Daten werden von Betrügern gesammelt und für Kreditkartenbetrug und Identitätsdiebstahl genutzt.

Spam-Mails

Spam-E-Mails und damit verbundene Gefahren werden nach Ansicht der Experten im kommenden Halbjahr noch weiter zunehmen. Spam-E-Mails, bei denen es sich in der Regel um Werbe-E-Mails oder andere unerwünschte E-Mails handelt, waren in den vergangenen Monaten schon für 60 Prozent des gesamten E-Mail-Datenverkehrs verantwortlich. Was früher lediglich ein Ärgernis war, hat sich inzwischen zu einem echten Sicherheitsproblem entwickelt. Trojanische Pferde, Viren und Phishing-Versuche werden vermehrt über Spam-E-Mails verbreitet. So nutzte beispielsweise Mimail.B Spam-E-Mails für die Verbreitung. Der Wurm an sich nutzte wiederum startete einen Phishing-Angriff, um Benutzer zur Installation des schädlichen Programms auf ihren Systemen zu verleiten. Sobald der schädliche Code installiert war, wurden Benutzern gefälschte PayPal-Dialogfelder angezeigt, die die aufgezeichneten Daten an die ursprünglichen Angreifer weiterleiteten.

Ein hohes Aufkommen an Spam-E-Mails kann, neben den gefährlichen Inhalten, E-Mail-Systeme so überlasten, dass legitime E-Mails und Netzwerkdaten nicht mehr ankommen. Die Menge der von Spammern versendeten E-Mails zwingt Administratoren und Benutzer bereits überbeanspruchte Ressourcen für das Filtern verdächtiger Nachrichten und das Prüfen auf verdächtigen Code einzusetzen. Es ist demnach damit zu rechnen, dass sich die Kosten für vorbeugende und abwehrende Maßnahmen deutlich erhöhen werden. Die Experten empfehlen, die einlaufen E-Mails schon am Gateway zu filtern und aus dem Hausnetz fern zu halten.

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