Anlage ist wie ein Zirkel aufgebaut
Solarzellen folgen der Sonne

Elektrotechniker der Technischen Universität Berlin haben eine Solaranlage entwickelt, die von selbst der Sonne folgt. Der Prototyp des so genannten "Sonnenfinder" konnte in einem ersten Test mehr Energie gewinnen als eine starre Anlage oder solche, die entlang einer Achse nachgeführt wird, um die Solarzellen je nach Tages- und Jahreszeit optimal auszurichten.

HB/clo BERLIN. "Unsere Testanlage findet unabhängig vom Standort die exakte Position der Sonne und richtet sich automatisch danach aus", sagt der Projektverantwortliche Kay Rethmeier. Das Suchen und Finden übernehmen Lichtsensoren, die je nach Sonneneinstrahlung unterschiedlich starke Stromwiderstände messen, anhand derer die Zellen automatisch nachgeführt werden.

Dabei wird die Anlage, die wie ein Zirkel aufgebaut ist, gedreht und gekippt. Die Trägerplatte mit den zehn kleinen Solarzellen knickt automatisch nach hinten, um dem Lauf der aufgehenden Sonne bis zum Zenit zu folgen. Außerdem dreht sie sich frei um die eigene Achse, um sich optimal zum Sonnenstand auszurichten - ideal für Häuser, bei denen sich keine Solaranlage in Südrichtung anbringen lässt.

So viel Flexibilität hat aber einen Haken: "Die zweiachsige Nachführung kostet noch recht viel Strom", benennt Rethmeier ein nicht unwesentliches Problem, das es noch zu lösen gilt. Trotzdem sei die Entwicklung für die Industrie interessant. Anbieter wie DEGERenergies setzen bislang auf einachsig nachgeführte Anlagen. Die Firma rechnet vor, dass eine starre, optimal ausgerichtete Ein-Kilowatt-Anlage mit etwa acht Quadratmetern Fläche an einem sonnigen Tag etwa fünf Kilowattstunden Solarstrom produziert. Eine nachgeführte Ein-Kilowatt-Anlage liefere dagegen mit zehn Kilowattstunden etwa das Doppelte.

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