Anwendungsfelder für Web 2.0
Weblogs beflügeln das E-Learning

Für das Internet war Web 2.0 eine Revolution. Vom Einsatz neuer Internettechnologien, die den Aufbau sozialer Netzwerke und die einfache Generierung von Inhalten erlauben, erwarten Fachleute auch neue Impulse für das Lernen am Bildschirm. Dies ist auch dringend nötig.

HAMBURG. „Das E-Learning erlebt unter dem Schlagwort Web 2.0 einen Aufschwung, weil die technischen Einstiegshürden sinken, die Informationsangebote immer enger miteinander vernetzt und die Lerninhalte aktueller werden“, sagt Christoph Rensing, E-Learning Experte von der Technischen Universität Darmstadt.

Eine Frischzellenkur kann das Lernen am Bildschirm gut gebrauchen, denn die Begeisterung für das Thema hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. „Die Chance, die Breitband-Internet und neue Netztechnologien bieten, wurden bisher nicht genutzt“, kritisiert Franz Gerstheimer, Geschäftsführer des Tübinger E-Learning-Anbieters Inmedea. Oft wurden vor allem Textangebote eins zu Eins ins Web umgesetzt.

Eine Folge ist, dass heute in nur wenigen Branchen regelmäßige E-Learning-Projekte zum Betriebsalltag gehören. In der Automobilindustrie werden zwar noch Vertriebspartner oder Werkstattmitarbeiter online weiter gebildet. In vielen anderen Branchen ist das Interesse an E-Learning-Lösungen dagegen abgeflaut. Etliche Softwarefirmen strichen die Segel, 2005 schloss sogar der weltgrößte Anbieter von E-Learning-Programmen Skillsoft sein Deutschland-Büro.

Vor allem das einfache und günstige Produzieren von Lerninhalten betrachten Fachleute derzeit als die größte Herausforderung beim E-Learning. Das ergab eine Befragung des Guild Research Committee (GRC), eines weltweiter Zusammenschlusses von E-Learning-Experten. Jeder sechste der 650 Studienteilnehmer monierte zudem, dass technisch umständliche Softwarelösungen die Projekte erschweren.

Web 2.0-Technologien versprechen Abhilfe für beide Probleme. Technologisch erfordert das Aufsetzen von Lernplattformen heute weniger Aufwand. Online-Enzyklopädien wie Wikipedia basieren wie alle Wikis auf Software, die sehr viel einfach als klassische Content Management Systeme (CMS) zu bedienen ist. Die Programmiersprache Ajax ermöglicht zudem das Schreiben von Anwendungen, die zentral auf einem Server betrieben werden, aber so zügig reagieren, als würden sie auf dem Computer des Anwenders laufen.

Die Installation von Software vor Ort entfällt. Neue Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen finden mit Hilfe der so genannten Really Simple Syndication-Technologie (RSS) automatisch ihren Weg auf die Computer von Anwendern, die sich für die Neuigkeiten bestimmter Angebote interessieren.

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