Apple beherrscht Musikspeicher-Markt
Microsofts Zune ist noch lange kein iPod-Killer

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft starten die US-Konzerne Microsoft und Wal-Mart eine neue Offensive auf dem viel versprechenden Markt für das legale Herunterladen von digitaler Unterhaltung aus dem Internet.

HB PORTLAND. Der Softwarekonzern Microsoft hofft auf viele Käufer für seinen ersten Musikspeicher namens Zune; der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart wagt sich nach langem Zögern auf den Online-Markt für Videos und bietet Hollywood-Filme zum Herunterladen an.

In beiden Fällen ist völlig offen, ob die Giganten mit dem neuen Produkt Erfolg haben werden: Microsoft wagt sich auf einen Markt, der seit fünf Jahren fest in der Hand des Konkurrenten Apple ist; Wal-Mart hat aus Rücksicht auf Urheberrechtsinteressen und das eigene Video-Geschäft ein Modell zusammengebastelt, das sich nur schwer durchsetzen dürfte.

Bei Microsoft läuft das Musik-Geschäft zumindest zäh an. "Zune?", der Verkäufer in einem großen Elektronik-Discounter in Portland zieht fragend die Augenbrauen hoch. "Keine Ahnung." Gene Munster, Analyst von Piper Jaffray, notierte bei seinem Rundgang durch 40 große Einzelhändler ähnliche Reaktionen: "Vielen Verkäufern sagt der Name nichts, obwohl das Gerät in ihrem Geschäft erhältlich ist." Drei von vier Verkäufern würden Apples iPod empfehlen, weniger als einer von zehn Microsofts Zune. Nach dem ersten großen vorweihnachtlichen Einkaufs-Wochenende rangiert nur die schwarze Version des digitalen Musikspeichers in der Rangliste der Unterhaltungselektronik-Bestseller unter den ersten 100 - auf Platz 92. Modelle von Apples iPod besetzen vier der ersten fünf Plätze.

Ein Zune mit 30 Gigabyte Speicherkapazität kostet in den USA rund 250 Dollar, soviel wie ein vergleichbarer iPod. Der Zune ist etwas größer und schwerer als der iPod. Dafür bietet er im Gegensatz zum iPod nicht nur UKW-Empfang und ein größeres Video-Display, sondern auch die Möglichkeit, Musiktitel von Zune zu Zune drahtlos zu überspielen.

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