Apple-Konferenz
Das Warten auf das „One more thing“ geht weiter

Der Druck, innovative Neuheiten zu zeigen, ist für Apple besonders hoch. Doch die Entwickler-Konferenz WWDC blieb eine Entwickler-Konferenz: Viel neue Software, keine neuen Geräte – und keine große Überraschung.
  • 0

San FranciscoApple geht in die Software-Offensive: Eine Vielzahl neuer Funktionen soll iPhone, iPad und Mac attraktiver machen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Cloud-Diensten für Fotos und andere Dateien und einer besseren Bedienung. Außerdem gibt es Plattformen für Fitness-Informationen und zur Steuerung von Hausgeräten. Wie von Apple-Experten vermutet, gab es zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC am Montag keine Hinweise auf mögliche neue Geräte wie eine Computeruhr oder ein größeres iPhone.

Apple-Chef Tim Cook zeigte sich ungewöhnlich angriffslustig mit Seitenhieben gegen das dominierende Smartphone-System Android von Google. Die Apple-Aktie verlor nach der Präsentation rund 1,5 Prozent.

Apples Neuerungen werden in frische Betriebssysteme integriert und für Nutzer im Herbst verfügbar sein. Mit dem neuen Betriebssystem iOS 8 für iPhone und iPad sollen unter anderem die Arbeit mit E-Mails und die hauseigene Kurznachrichten-App verbessert werden. Dazu gehört auch die App „Health“ als zentrale Verwaltung für Fitness- und Gesundheitsdaten. Sie wird von Experten auch als Baustein für eine von Apple erwartete Computeruhr gesehen.

Mit der Plattform „HomeKit“ sollen Software-Entwickler diverse Hausgeräte von Apple-Technik aus steuerbar machen. Wenn der Nutzer zum Beispiel dem Apple-Assistenten Siri sage, dass er ins Bett gehe, könnte das Haus automatisch die Türen verriegeln und die Lichter dimmen, erläuterte Apples Software-Chef Craig Federighi.

iPhone-Optik für Macs

Mit iOS 8 fallen gleich mehrere bisherige Beschränkungen. Apps können erstmals untereinander kommunizieren. Virtuelle Tastaturen anderer Anbieter können eingebunden werden. Zudem können jetzt Einkäufe in Apples Download-Plattform iTunes zwischen bis zu sechs Familienmitgliedern geteilt werden.

Zuvor gab es ein neues Betriebssystem für die Mac-Computer. Es trägt den Namen „Yosemite“ wie der Nationalpark in Kalifornien. Unter anderem wurde das Design stärker an das Aussehen der Software auf den iPhones und iPad-Tablets angepasst, wie Apple-Manager Craig Federighi demonstrierte.

Seite 1:

Das Warten auf das „One more thing“ geht weiter

Seite 2:

iPhones und Macs wachsen zusammen

Kommentare zu " Apple-Konferenz: Das Warten auf das „One more thing“ geht weiter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%