Apple-Messe Macworld
Was zaubert Steve Jobs aus dem Hut?

Die Keynotes genannten Reden von Apple-Chef Steve Jobs auf den einschlägigen Messen sind stets für Überraschungen gut. Kein Wunder, dass sich die Mac-Gemeinde im Netz die Köpfe darüber heiß diskutiert, was "His Steveness" auf der bevorstehenden Macworld an neuen Geräten oder frischer Software anpreist.

HB SAN FRANCISCO. Die wachsamen Abnehmer der Apple-Produkte kennen ihren Hoflieferanten: Die Firma aus Cupertino macht zwar stets ein großes Geheimnis um neue Ware, ganz unter der Decke lassen sich die mehr oder weniger „heißen“ Neuheiten aber nicht. So schreibt User "Zerwi" im   Forum der Zeitschrift „Macwelt“: „Nachdem die derzeitige Finanzierungsaktion für Macs bis 8. Januar 06 geht, liegt nahe, daß auf der folgenden Macworld neue Rechner vorgestellt werden. Powermacs sind von der Aktion ausgeschlossen, da kommt wohl nichts. Also bleiben iMac, mac mini, iBook und PowerBook übrig. Kommen diese vier Rechnerserien nun im Januar etwa alle mit Intel-CPU?“

„Zerwi“ steht mit seiner Meinung nicht allein. Auch die Fachpresse und professionelle Gerüchteverbreiter wie die US-Site   thinksecret.com halten es für wahrscheinlich, dass Apple in San Francisco einen oder mehrere seiner Baureihen mit Intel-Prozessoren vorstellt. Bisher werden IBM-Chips verwendet, und der Umstieg könnte Apple helfen, seine Rechner billiger anzubieten und seinen Marktanteil zu steigern. Der lag im dritten Quartal des zurückliegenden Jahres in den USA bei bescheidenen 4,4 Prozent.

Allenthalben wird zudem vermutet, dass es neue Versionen des überaus erfolgreichen MP3-Spielers iPod geben wird. Viele Beobachter erwarten einen iPod mit drahtlosem Internet-Anschluss, Analysten von Marktforschungsinstituten rechnen damit, dass ein iPod mit einem größeren Bildschirm eingeführt wird, der besser für Videos geeignet ist.

Auch ein iPod-Handy wird nicht ausgeschlossen, hatte die Kooperation von Apple und Motorola in diesem Bereich bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht: Zwar wartet das "ROKR" genannte Modell des US-Mobiltelefonriesen mit der gleichen, iTunes genannten MP3-Abspiel-Software auf wie der iPod . Die volle Funktionalität des MP3-Spielers hat Apple Motorola jedoch vorenthalten, das Gerät verkauft sich nur mäßig. Ein Apple-eigenes iPod-Mobiltelefon, so das Kalkül der Gerüchteküche, müsste nicht künstlich mit einem Kaufhindernis ausgestattet werden. Die zweite ROKR-Generation, die Motorola auf der am Donnerstag beginnenden Consumer Electronics Show in Las Vegas vorstellt, ist nach Informationen von US-Medien nicht mehr mit iTunes ausgestattet.

Bei den Macs könnte sich Apple verstärkt in Richtung Unterhaltungselektronik orientieren. So erhält der 2005 eingeführte, preisgünstige Mac mini - ein Kasten, gerade so groß wie fünf übereinander gestapelte CDs - möglicherweise eine Karte für den Empfang und das Aufzeichnungen von Fernsehsendungen. Auch der im Herbst auf den Markt gebrachte neue iMac mit Fernbedienung geht in die Richtung des „Media Centers“, das bislang vor allem von Microsoft forciert vorangetrieben wird. Während Apple seit der Einführung des iPods im Jahr 2001 mehr als 28 Millionen dieser Geräte verkauft hat, hält sich das Interesse am „Media Center“bislang in Grenzen. In seinem Online-Shop iTunes ist Apple bereits in die Videovermarktung eingestiegen. Viele erwarten für dieses Jahr Verträge zwischen iTunes und einzelnen Fernsehsendern.

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