Apple und Linux-Firmen können Vergleichbares bieten
Kommentar: Löst Windows Vista Wechselfieber aus?

Bill Gates hat in Los Angeles den Startschuss für eine neue Wettbewerbsrunde in der Softwarebranche gegeben. Windows Vista könnte aber durchaus dafür sorgen, dass Unternehmen auf Microsoft-Alternativen umsteigen.

Die Katze ist aus dem Sack! Mit der Vorstellung von Einzelheiten über die nächste Generation der Bürosoftware Microsoft Office und das künftige Betriebssystem Windows Vista hat Bill Gates in Los Angeles den Startschuss für eine neue Wettbewerbsrunde in der Softwarebranche gegeben. Die 2006 erwarteten Nachfolge-Versionen von Windows und Office werden dabei sicher nicht billig sein. Das lässt die Preispolitik des Softwaregiganten der vergangenen 20 Jahre zumindest vermuten. Somit ist die Ankündigung des Microsoft-Gründers auf der Entwicklerkonferenz auch Wasser auf die Vermarktungsmühlen der alternativen Softwareszene.

Den IT-Einkäufern bereitet ein Versionswechsel immer Sorge - vor allem auf der Kostenseite. Dabei geht es nicht nur um die Anschaffungskosten für die Softwarepakete. Mit Vista dürften nach Angaben aus Entwicklerkreisen auch die Hardware-Anforderungen deutlich steigen. Das ist in der Regel kein Problem für Privatkunden. Sie sind häufig mit besserer Hardware ausgestattet als viele Arbeitsplätze in Firmen. Für Unternehmen bedeutet ein System-Wechsel aber hohe Investitionen.

Alternativen zu Vista könnten für Firmen und Behörden deutlich günstiger sein. Programme aus der Linux-Szene sowie Apples Mac OS X bieten sich da an. Sie warten nach Ansicht von Branchenbeobachtern schon heute mit Funktionen und Designs auf, an denen die Windows-Entwickler noch arbeiten. Die Novell-Tochter Suse kommt im Herbst zudem mit einer neuen Linux-Version auf den Markt, die ebenfalls als Alternative zu Windows Vista gesehen werden muss, dass erst Ende 2006 vermarktungsreif ist. Auch Red Hat dürfte nicht lange mit einem alternativen Angebot auf sich warten lassen.

Neben den bekannten Linux-Anbietern könnte zudem eine wachsende Zahl von weniger bekannten Programmen in die Überlegungen der IT-Einkäufer einfließen. Wer etwa auf die Anschaffung neuer Hardware verzichten möchte, sollte einen Blick auf das Programm Zeta der Firma Yellow Tab aus Heidelberg oder die Linux-Oberfläche Knoppix 4.0 werfen. Innovativster Windows-Konkurrent ist ohne Zweifel das Apple-Betriebssystem OS X. Das Betriebssystem aus dem kalifornischen Cupertino läuft derzeit zwar nicht auf klassischen PCs. Da Apple und Intel künftig aber enger zusammenarbeiten, dürfte dies kein unlösbares Problem bleiben.

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