Apples iPod
Chronik einer Erfolgsgeschichte

Zur Präsentation des ersten iPods lief Apple-Chef Steve Jobs zur Höchstform auf. "Es wird das heißeste Geschenk der Saison sein", versprach der charismatische Apple-Mitbegründer Ende 2001. Doch viele Beobachter griffen die großspurige Ankündigung nur mit großer Skepsis auf. Tatsächlich war der iPod nicht von Beginn an ein Megaseller. Eine Chronologie der Erfolgsgeschichte:

23. Oktober 2001: Der Computerkonzern Apple stellt zunächst nur für die USA den Musikplayer iPod mit einer fünf Gigabyte großen Festplatte vor. Das weiße Gerät ist kleiner als andere MP3-Player auf dem Markt. Es läuft nur mit Apples Macintosh-Computern und kostet 399 Dollar. Im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr macht Apple 25 Mill. Dollar Verlust bei 5,36 Mrd. Dollar Umsatz.

Juli 2002: iPods mit zehn und 20 GB Kapazität kommen hinzu. Der Player lässt sich jetzt auch an Windows-Computer anschließen.

April 2003: Apple startet zunächst in den USA den Online-Shop iTunes, in dem 200 000 Titel für je 0,99 Dollar zum Download verfügbar sind. Viele Experten sind angesichts der starken Musikpiraterie skeptisch.

September 2003: Zehn Mill. Songs bei iTunes verkauft.

Oktober 2003: Im iTunes-Store können jetzt auch Windows-Nutzer einkaufen.

Januar 2004: Zwei Mill. iPods und 30 Mill. Songs verkauft. Der kleinere iPod mini mit einer Alu-Hülle in vier Farben und einer 4GB-Festplatte kommt hinzu.

Juni 2004: Der iTunes Store startet auch in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Im ersten Jahr werden in Europa 50 Mill. Songs abgesetzt.

Juli 2004: 100 Mill. Songs über iTunes verkauft.

August 2004: Der iTunes Store hat eine Million Titel im Angebot.

Oktober 2004: Apple geht über die Musik hinaus. Der iPod Photo mit Festplatten von 40 und 60 GB kann bis zu 25 000 Bilder speichern. Damit kommen auch Farbbildschirme zum Einsatz.

Januar 2005: 250 Mill. Songs bei iTunes verkauft. Der einfache iPod shuffle ohne Display wird eingeführt.

Juli 2005: 500 Mill. Songs bei iTunes verkauft.

September 2005: Der iPod mini mit Festplatte wird durch den deutlich kleineren iPod nano mit Flash-Speicher ersetzt. Einige Kunden beschweren sich, dass die Glasoberfläche der nanos leicht zerkratzt.

Oktober 2005: iTunes verkauft in den USA jetzt auch Musikvideos und Serienfolgen für jeweils 2,49 Dollar. Die neuen iPods sind eleganter und schmaler und fassen 30 und 60 GB. In weniger als drei Wochen wird die erste Million Videos verkauft.

Februar 2006: Eine Milliarde Songs bei iTunes gekauft. Apple führt iPod Hi-Fi, seine erste Musikanlage für den iPod ein.

März 2006: Gegenwind für Apple aus Frankreich. Das Parlament beschließt ein Gesetz, das die Kompatibilität aller Formate fordert, während Musik aus iTunes nur auf den iPods abspielbar ist. Auch in Norwegen gibt es Kritik von Verbraucherschützern. Nach Warnungen vor Hörschäden führt Apple eine Software zur Lautstärken-Begrenzung ein.

August 2006: Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen bei einem iPod-Produzenten in China.

September 2006: Apple startet im US-Markt auch den Verkauf von Spielfilmen - zunächst nur von Disney - ab 9,99 Dollar. Auf die erneuerten iPods passen jetzt 30 und 80 GB. Der Spitzen-iPod kostet mit 349 Dollar weniger als das allererste Modell 2001. Der iPod nano bekommt das alte Design des mini mit farbigen Alu-Hüllen wieder. Für Januar wird das Gerät iTV angekündigt, dass Filme, Musik oder Fotos vom Computer drahtlos zum Fernseher bringt.

Oktober 2006: Mehr als 67 Mill. iPods und mehr als 1,5 Mrd. Songs über iTunes verkauft. Apple schließt das Geschäftsjahr 2006 mit einen Umsatz von 19,3 Mrd. Dollar und zwei Mrd. Dollar Gewinn ab. Das Musikgeschäft bringt 42 Prozent der Umsätze.

November 2006: Der wohl bisher gefährlichste Konkurrent des iPod - Microsofts Musikplayer Zune - soll auf den Markt kommen.

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