Apples iTunes und Musicload von T-Online
Hahnenkampf im Geschäft mit Musik aus dem Internet

Mit einem zweiten Platz gibt sich Apple nicht zufrieden. Nachdem vor zwei Wochen Anfragen über die Download-Zahlen seines deutschen Online-Musikladens noch unbeantwortet blieben, meldet der Weltmarktführer jetzt den Anspruch auf die führende Stellung auch in Deutschland an:

DÜSSELDORF. „Der deutsche iTunes Music Store hat 2005 über 15,5 Millionen Songs verkauft“, erklärte Apple-Sprecher Georg Albrecht am Montag. Das wäre mit hauchdünnem Vorsprung die Marktführerschaft vor der T-Online-Tochter Musicload.

Der Web-Shop hatte sich in der Vorwoche mit „über 15 Millionen“ verkauften Musikstücken als Marktführer gemeldet. Musicload ist so etwas wie der Stachel im Fleisch des Steve Jobs. In keinem anderen der 21 Länder, in denen iTunes aktiv ist, konnte sich je ein lokaler Anbieter vor Apple setzen. Darum rang sich Apple wohl auch durch, erstmals Absatzzahlen für ein einzelnes Land zu veröffentlichen. Musicload war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Einziges Problem des Hahnenkampfes: Die selbst ernannten Marktführer wollen zusammen zehn Millionen Lieder mehr verkauft haben als der deutsche Phonoverband für den Gesamtmarkt geschätzt hat. Der nannte für Deutschland die Zahl von 21 Mill. Songs, die legal aus dem Netz gesogen wurden.

Der ganze Rest der Anbieter wäre also ein Nullsummenspiel? Dagegen protestiert Tobias Riepe von AOL. Er reklamiert gut 500 000 verkaufte Downloads monatlich über AOL Deutschland, „Tendenz steigend“. Und, fügt er hinzu, „damit sehen wir uns klar unter den ersten drei.“ Microsoft MSN – im Markt als Nummer vier gehandelt – war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Das Führungstrio kommt also auf runde 36 Mill. verkaufte Lieder. Alle drei melden verkaufte CD-Alben als einzelne Lieder. Ein Album zählt also als zehn bis 20 Downloads.

Das könnte die Diskrepanz erklären, sagt der Phonoverband. Die Zahl von 21 Mill. berücksichtige nur Singles, heißt es. Alben kämen noch oben drauf. Konkrete Zahlen sollen im März vorgelegt werden.

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