Apples neues Betriebssystem
Steve Jobs lässt den Löwen raus

Mit dem überarbeiteten Betriebssystem Mac OS x "Lion" will Apple-Chef Steve Jobs auch die Nutzer eines Mac-Rechner für seinen AppStore begeistern. Das Prinzip des iPads soll auf die Rechner übertragen werden.
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HB CUPERTINO/BERLIN. Nach dem Wirbel um iPhone und iPad wendet sich Apple wieder der angestammten Mac-Plattform zu. Vorstandschef Steve Jobs kündigte am Mittwoch eine neue Version des Betriebssystems an, die das Konzept des Tablet-Computers iPad auf den Mac-Rechner bringen soll. Außerdem stellte er am kalifornischen Firmensitz in Cupertino zwei neue Modelle des besonders dünnen Notebooks MacBook Air vor.

„Wir denken, das ist die Zukunft der Notebooks“, sagte Jobs. Die neuen Geräte mit Bildschirmgrößen von elf und 13 Zoll (zu Preisen ab 999 und 1299 Euro) verzichten auf eine herkömmliche Festplatte und setzen ganz auf die robuste Technik des Flash-Speichers. Mit einem Gewicht von 1,06 Kilogramm sei das neue MacBook Air das bisher leichteste Notebook von Apple, sagte Jobs. Gefasst in einem einheitlichen Aluminium-Gehäuse, misst das MacBook Air an der breitesten Stelle 1,7 Zentimeter.

Das neue Betriebssystems Mac OS X „Lion“ (Löwe) soll im Sommer nächsten Jahres eingeführt werden. Es stellt die sogenannten Apps in den Mittelpunkt - diese Art von Anwendungen hat die Bedienung mobiler Geräte in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Fingersteuerung der Apps soll das Trackpad unterstützen, also die als Maus-Ersatz genutzte Fläche unter der Notebook-Tastatur.

Der App Store für den Kauf von Software wird den Angaben zufolge bereits in den nächsten drei Monaten in das bisherige Mac-System integriert. Für Video-Gespräche kommt die im Juni auf dem neuen iPhone eingeführte Software Facetime künftig auch auf dem Mac zum Einsatz - eine Testversion wird schon jetzt bereitgestellt.

Das Mac-System wird nach Angaben des Unternehmens von weltweit 40 Mio. Nutzern verwendet. Das mit großem Abstand dominierende Computer-Betriebssystem ist allerdings Windows von Microsoft.

Jobs stellte auch eine neue Version des Multimedia-Software-Pakets von Apple vor: iLife elf bietet unter anderem eine engere Anbindung an beliebte Online-Portale wie Facebook oder Flickr. Neu gestaltet wurde auch die Erstellung von Fotobüchern und Karten, die von Apple selbst produziert werden. Die Video-Software iMovie vereinfacht die Audio- Bearbeitung von Filmen und hat von iPhoto die Technik zur Gesichtserkennung übernommen.

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