Arbeit im Internet versteigern
Handwerker billiger aus dem Web

Handwerker können teuer sein. Richtig teuer. Manch einer verlangt für das Streichen einer kleinen Wohnung schon mal mehr als 1 000 Euro. Wer es billiger haben will, ist im Internet richtig. Dort entstehen immer mehr Plattformen, auf denen sich die Handwerker bei der Vergabe von Aufträgen im Preis unterbieten. Ebay andersrum, den Kunden freut’s.

HB FRANKFURT. Im Prinzip funktionieren alle Portale nach demselben Prinzip. Zunächst stellt jemand ein Angebot ein – angefangen beim Rasenmähen bis hin zum Ausbau eines Dachstuhls. Handwerker gucken sich die potenzielle Aufträge an und geben ein Gebot ab. Den Zuschlag enthält am Ende der, der für die Arbeit den kleinsten Preis verlangt.

Zu den ersten Websites am Markt gehörte die von Undertool. „Unsere User sind in erster Linie Privatleute, die nach einem günstigen Maler oder Mechaniker suchen“, sagt Gründer Thomas Grochowalski im NEWS-Gespräch. Allein in den vergangenen sechs Monaten haben sich über seine Plattform 6480 Nachfrager und Anbieter gefunden. Zufrieden ist auch André Schmidt vom Konkurrenten Jobdoo. Dieser ist seit zwei Monaten online. „In dieser Zeit gab es schon 368 Abschlüsse“, sagt Schmidt.

Die Branchen-Vertreter beäugen die Internet-Portale mit Skepsis. „Solche Plattfomen fördern möglicherweise Schwarzarbeit und tragen zum Preis-Dumping bei“, meint Lars Bökenkröger von der Handwerkskammer Rhein-Main. Er glaubt, dass sich vor allem Ich-AGs auf die Gesuche melden. Schon auf Grund anderer Kostenstrukturen könnten sie gesunde Betriebe unterbieten und kaputt machen.

Auch die Betreiber der Portale haben erkannt, dass nicht alle Mitbietenden die Wände gleich gut streichen können. Wer über Gesellen- oder Meisterbriefe verfügt, kann deshalb oft Kopien einschicken. Geben Sie später ein Gebot ab, wird das Zeugnis mitangezeigt. Auf einigen Plattformen haben potenzielle Arbeitgeber die Möglichkeit, Angebote nicht nur nach Preis, sondern auch nach Qualifikation zu filtern.

Für das Einstellen eines Gesuchs sind meist zwei Euro zu zahlen. Hinzu kommt noch eine Vermittlungs-Provision von ein paar Prozent. Bei der möglichen Ersparnis fällt die aber kaum ins Gewicht.

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