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Arzt verschrieb „Selbstmord-Pillen“ übers Internet

Eine selbstmordgefährdete Frau in den Niederlanden hat sich mit den von einem Arzt per Internet verschriebenen Pillen das Leben genommen. Ohne jeden persönlichen Kontakt mit der Frau hatte der Arzt auf ihr Verlangen starke Schmerztabletten der Marke „Depronal“ verschrieben.

dpa DEN HAAG. Eine selbstmordgefährdete Frau in den Niederlanden hat sich mit den von einem Arzt per Internet verschriebenen Pillen das Leben genommen. Ohne jeden persönlichen Kontakt mit der Frau hatte der Arzt auf ihr Verlangen starke Schmerztabletten der Marke „Depronal“ verschrieben.

Das berichteten Medien am Dienstag. Dieses Mittel werde sehr selten verschrieben, weil es als mögliche Selbstmord-Pille gelte. Die 44-jährige war in ihrem Bekanntenkreis als selbstmordgefährdet bekannt. Sie starb an einer Überdosis.

Der Arzt sagte in einem Interview, er fühle sich teilweise dafür verantwortlich. Die Patienten seien sich aber bewusst, dass Beratung über das Internet Grenzen habe. Er müsse davon ausgehen, dass sie bei der Konsultation über diesen Weg die Wahrheit sagen. Die Behörden wollen gegen den Mediziner ein standesrechtliches Verfahren einleiten, das Parlament die Ausstellung von Rezepten über das Internet ganz verbieten.

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