Asiens Unternehmen expandieren selbstbewusst
Von der Werkbank zum Markenartikler

"In drei Jahren wollen wir alles unter unserer eigenen Marke verkaufen." Park Byeong-Yeop, der koreanische Selfmademan und Gründer des Mobiltelefonkonzerns Pantech weiß, dass das Geschäft als Auftragsfertiger kein dankbares Gewerbe ist. Die Kunden und die Arbeit kommen und gehen, und die hohen Margen haben die anderen. Wie viele andere asiatische Unternehmen, die als billige Werkbank westlicher Konzerne groß geworden sind, will er das ändern. Die früheren Auftragsfertiger beginnen, ihr Know-how selbst zu vermarkten.

HB/pos DÜSSELDORF. Neben koreanischen und taiwanischen Unternehmen wie BenQ sind es zunehmend Firmen vom chinesischen Festland, die weltweit durch ihre massive Expansion von sich reden machen. Dazu gehören Unternehmen wie TLC, die die deutsche Pleitefirma Schneider aufgekauft haben, oder Lenovo, die sich die PC-Sparte von IBM einverleibt hat. Lenovo will nun unter dem Schutzschild des Markennamens von Big Blue die Weltmärkte erobern.

Ganz anders die Haier-Gruppe. Sie will im Alleingang den Durchmarsch schaffen. Das bei uns fast unbekannte Unternehmen wurde 1984 in Qindao in China gegründet und ist mit einem Umsatz von zwölf Mrd. Dollar bereits der fünftgrößte Hersteller von Elektrogeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen oder Klimaanlagen weltweit. Das Ziel ist nicht weniger als die Marktführerschaft - und zwar unter dem Markennamen Haier.

Die Shanghai Automotive Industry Corporation hat ebenfalls große Pläne. Das in der Partnerschaft mit Volkswagen und General Motors gesammelte Wissen soll bald in eigenen Autos über die Straßen der Welt rollen. Im vergangenen Jahr hatte sich der Autobauer vom britischen Pleiteunternehmen Rover für umgerechnet gut 150 Mill. Euro die Rechte an den Modellen 25 und 75 gekauft. Zuvor hatte sich SAIC bereits beim fünftgrößten koreanischen Autokonzern Ssangyong Motor eingekauft.

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