Auch Microsoft steigt ins Push-Mail-Geschäft ein
Blackberry bekommt mächtig Konkurrenz

Erfolg zieht Nachahmer an. Das bekommt Research in Motion (RIM), Betreiber des erfolgreichen Push-Mail-Dienstes Blackberry, zunehmend zu spüren.

DÜSSELDORF. Nachdem in den vergangenen Monaten erste Anbieter mit Konkurrenzangeboten gestartet sind, macht nun auch der Branchenriese Microsoft Ernst und drängt auf den Markt. Debatten um die Sicherheit der Daten auf den zentralen Rechnern von RIM und Patentstreitigkeiten mit dem Konkurrenten NTP haben ein übriges getan, um Kunden zu verunsichern - auch wenn beide Unternehmen den Konflikt vor einigen Tagen beilegen konnten. "Die Zeit der Blackberry-Monokultur dürfte bald vorbei sein", prognostiziert Nicole Dufft, Senior Analystin bei der Berliner Berlecon Research.

Einer der RIM-Konkurrenten, die in den vergangenen Monaten angetreten sind, ist Nokia. Die Finnen haben sich Intellisync einverleibt, die wiederum seit Mai 2005 mit einem Konkurrenzprodukt des Blackberry am Start sind. Das Produkt wurde in das Nokia Business Center integriert und mit Handys der E-Serie ausgeliefert.

Auch Sybase hat sich wie Nokia durch eine Übernahme gestärkt. Extended Systems wurde geschluckt, deren Produkt mit denen des Sybase-Ablegers Ianywhere zusammengeführt. "Diese beiden Anbieter dürften im Business-Umfeld gute Chancen auf dem deutschen Markt haben", sagt Dufft.

Auch Siemens hat gemeinsam mit der Berliner Spacetogo eine Lösung aufgelegt, die ebenfalls seit einiger Zeit am Markt ist. "Wir spüren durch die Lizenzprobleme des Blackberry eine erhöhte Nachfrage. Vor allem aus Europa, da wir der einzige europäische Anbieter einer vergleichbaren Lösung sind", sagt Janis Anders, Leiter Business Development bei Spacetogo. "Auch einige große deutsche Unternehmen haben sich an uns gewandt, da unser Push-Center in Deutschland und nicht in Regionen mit anderen Rechtsauffassungen steht." Damit spielt Anders auf die zentrale Speicherung bei RIM an. Die hatte zu Debatten um die Sicherheit der Daten gegen Spionage geführt. Spacetogo bietet gehostete Lösungen an, Kunden können aber ihre Mail auch im eigenen Network Operation Center ablegen. Außerdem haben die Berliner kürzlich einen Java-Client vorgestellt. Damit könnten die 60 Prozent Mobiltelefone angesprochen werden, die die Programmiersprache Java verstehen.

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