Auch SAP setzt auf RFID
T-Systems und Intel schmieden RFID-Bündnis

Die Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems und der weltweit größte Herstellern von Halbleitern, Intel, haben sich bei der Funketiketten-Technik RFID zusammengetan. Sie sind nicht die ersten: Auch SAP hat in dem Markt große Chancen ausgemacht und kooperiert mit namhaften Unternehmen.

HB HANNOVER. "Wir bringen mit Intel das beste aus zwei Welten für den RFID-Markt zusammen", sagte T-Systems-Manager Herbert Machill am Freitag auf der Cebit in Hannover. T-Systems baue eine Plattform auf, über die Unternehmen in Zukunft sämtliche RFID-Services nach Bedarf mieten können. Intel-Manager Ian Furlong sagte, die Technik sei reif für den breiten Einsatz in Unternehmen.

Die so genannte Real Time Enterprise Services (RES) Plattform soll Unternehmen Echtzeitinformationen zur Verfügung stellen, nachdem die Waren berührungslos erfasst wurden. Die Plattform bündelt die von RFID-Lesegeräten erfassten Daten aus Fertigung, Transport, Einkauf und Vertrieb, filtert die Daten und leitet sie an Unternehmensanwendungen weiter.

Auch Software-Riese SAP setzt auf RFID. "Wir erhoffen uns durchaus auch Zusatzumsatz und Wachstumsimpulse durch RFID", sagte Vorstandsmitglied Claus Heinrich am Freitag auf der Cebit. Allerdings lasse sich der Beitrag von RFID zum Geschäft von SAP nicht aufschlüsseln.

In den USA, wo große Konzerne - allen voran Wal-Mart - ihre Lieferanten zur Verwendung der RFID-Technologie drängen, sei die Implementierung der Technologie in die Software-Lösungen bereits essenziell. Mittels an Transportpaletten angebrachter Etiketten lassen sich Wareneingänge vollautomatisch buchen, sobald die Ware den Lagereingang passiert. Dazu werden Antennen an den Lagertoren angebracht, welche die elektronischen Daten berührungslos auslesen. Logistikexperten erwarten hohe Effizienzgewinne in der Branche durch die Verwendung der RFID-Technik.

SAP bietet Lösungen insbesondere für das Supply-Chain-Management an, welche die Erfassung via RFID unterstützen. Der Walldorfer Konzern habe früh die mögliche Bedeutung der Funketiketten-Technik erkannt und sich bereits im Jahr 1998 mit RFID befasst, sagte Heinrich. SAP verstehe sich als technologischer Vorreiter, wobei die Weiterentwicklung der Produkte für die Kunden einen Schutz ihrer Investitionen darstelle. Da den Kunden aber nicht mit einer reinen Softwarelösung gedient sei, habe sich SAP der "DHL Innovation Initiative" angeschlossen. Neben der Deutschen Post sind hier noch IBM, Intel und Philips vertreten. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist, RFID-Anwendungen zu entwickeln.

"Die RFID-Technik ist so komplex, dass einer alleine nicht mehr alles anbieten kann", sagte Heinrich. Andererseits sei aber der Kunde an einer Komplettlösung interessiert und wolle sich seine Lösung nicht in Teilen zusammenkaufen und mühsam integrieren: "Wir verstehen uns als strategischer Partner unserer Kunden und bieten daher die kompletten Lösungen an", sagte Heinrich.

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