Auf dem Messegelände wird bis zur Eröffnung Tag und Nacht gewerkelt
Stress bis zur letzten Sekunde

Kreischende Sägen, massenhaft Kabelrollen, rote, blaue, gelbe Scheinwerfer, und immer dröhnen Worte aus einem der zahllosen Lautsprecher: "Test, Test, Test." Gut 24 Stunden vor der Eröffnung der weltgrößten Computerschau Cebit geht es auf dem Messegelände in Hannover zu wie vor einem Konzert von Rollings Stones, Robbie Williams und Madonna zusammen.

HB HANNOVER. Wo sich ab Donnerstag Besucher zwischen glitzernder Hochtechnologie tummeln sollen, spucken Sattelschlepper aus ganz Europa auch so kurz vor der Eröffnung noch pausenlos ihre Ladung in die Hallen. Drinnen gibt es oft kaum mehr ein Durchkommen zwischen Baugerüsten, Lichtanlagen, Werkzeug und IT-Ausrüstung aller Art. Überall knien Handwerker und zimmern, schrauben und streichen, was das Zeug hält.

Nach drei Jahren mit zurückgehenden Ausstellerzahlen zeigen in diesem Jahr erstmals wieder mehr Unternehmen ihre Produkte auf der Cebit als ein Jahr zuvor. 6200 Aussteller sind gekommen. Trotz des Murrens über die enormen Kosten des Messeauftritts wird auf der Technik-Show auch in diesem Jahr bei den meisten Unternehmen eher geklotzt als gekleckert.

Die Deutsche Telekom präsentiert sich in Halle 26 auf nahezu 10 000 Quadratmetern. "Wir benötigen rund 50 Lastzüge allein für das Baumaterial", verrät ein Telekom-Sprecher. Keine Frage, die Cebit ist für die Bonner ein Großprojekt: 600 Mitarbeiter Standpersonal, 47 Kilometer Netzwerkkabel, 50 Kilometer Stromkabel - und eine eigene Kantine für die Telekom-Crew. Das alles nimmt rund einen Monat Aufbauzeit in Anspruch. Geschraubt und gewienert wird auch hier bis zur letzten Minute.

Um den rund 500 000 erwarteten Besuchern live zu demonstrieren, wie die Telekommunikation der Zukunft aussehen könnte, hat die Telekom auf dem Messegelände ein Fertighaus bauen lassen. Inklusive Inneneinrichtung versteht sich: "Noch zwei Stunden, dann ist die Küche fertig", sagt Eckard Schwers vom Küchenhersteller Allmilmö, während er den Meterstab über eine dunkelbraune Schranktür legt. Hinter seinem Rücken schwebt ein VW Touareg durch den Nieselregen. Ein Kranwagen hebt den Wagen an seinen Platz. "Internet im Auto ist Teil der Telekom-Erlebniswelt", kommentiert der Telekom-Sprecher.

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