Aufrollbares OLED-Display Der Fernseher der Zukunft wird eingerollt

Vielleicht stehen in einigen Jahren keine großen dunklen Klötze mehr in den Wohnzimmern herum. Denn der Fernseher der Zukunft lässt sich einfach einrollen, wenn er nicht benutzt wird.
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LGs 65-Zoll-Fernseher mit aufrollbarem OLED-Display. (Foto: LG)
TV aus dem Kasten

LGs 65-Zoll-Fernseher mit aufrollbarem OLED-Display. (Foto: LG)

BerlinGroße Fernseher sind nicht unbedingt ein Blickfang – zumindest, solange sie ausgeschaltet sind. Dann steht das Gerät als großer dunkler Kasten im Zimmer herum und wird zum teuren Staubfänger. Hier können biegsame Displays Abhilfe schaffen.

LG hat die Aufrolltechnik auf der gerade beendeten Elektronikmesse CES in Las Vegas vorgestellt: Ein zeitgemäßer, 65 Zoll großer 4K-Fernseher, bei dem im Vergleich zu aktueller Technik keine Abstriche in Sachen Bildschärfe gemacht werden müssen.

Das aufrollbare OLED-Display befindet sich in einem Kasten, in dem die Lautsprecher für den Ton eingebaut sind. Die Gestaltung erinnert etwas an eine unter einem Fernseher befindliche Soundbar. Aus dem Kasten kann das Display dann nach oben herausgefahren werden.

Gadgets aus Las Vegas
Ultra-HD Fernseher von LG
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LGs OLED-Fernseher hören künftig aufs Wort. Dazu setzt das Unternehmen nicht auf eine Eigenentwicklung, sondern arbeitet mit Google zusammen und will den Sprachassistenten Google Assistant in seine neuen Fernsehermodelle integrieren.

Nutzer sollen so ihre Geräte per Sprache steuern können, aber auch leichteren Zugriff auf Informationen erhalten und andere verbundene Geräte im Heimnetzwerk steuern können. Neben Fernsehern werden auch vernetzte Lautsprecher oder drahtlose Kopfhörer mit dem Sprachassistenten ausgestattet. Erste Modelle sollen noch in diesem Jahr erscheinen.

Samsung-Fernseher The Wall
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Samsung baut künftig auch Fernseher aus Modulen. In Las Vegas zeigen die Koreaner ihr Fernsehdisplay „The Wall”. Die Idee: Statt eines großen Displays kommen mehrere kleinere Module von der Größe eines Smartphones zum Einsatz, die das fertige Display bilden. So sind in der Theorie viele verschiedene Displaygrößen möglich.

Die einzelnen Module funktionieren mit einer von Samsung Micro-LED genannten Technik. Hierbei besteht jeder Bildpunkt aus einer eigenen RGB-Leuchtdiode. Der Verkaufsstart ist noch für dieses Jahr geplant. Einen Preis nannte Samsung nicht.

Smartwatch mit Musik
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Garmin stellt in Las Vegas eine Sportuhr mit integriertem Musikspeicher vor. Die Forerunner 645 Music bietet Platz für rund 500 Songs, so Garmin. Im Smartwatchmodus soll die Uhr bis zu sieben Tage mit einer Akkuladung durchhalten, im GPS-Modus bis zu zwölf Stunden und im GPS-Modus mit Musikwiedergabe bis zu fünf Stunden. Die 645 Music ist wahlweise mit rotem oder scharzem Band für knapp 450 Euro erhältlich. Für 50 Euro weniger gibt es auch ein Modell ohne Musik. (Foto: pr)

Großer Bildschirm für Gamer
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Nvidia will künftig auch im Display-Markt für Videospieler mit dabei sein. Auf der CES zeigt das Unternehmen erste Modelle des Big Format Gaming Displays (BFGD). Dabei handelt es sich um einen Standard für speziell auf Videospiele zugeschnittene Bildschirme.

Der 65-Zoll-Schirm hat Nvidias Konsole und Streaminggerät Shield integriert und verfügt über 4K-Auflösung (3840 zu 2160 Pixel), HDR-Anzeige, 120 Hertz Bildwiederholfrequenz und Nvidias Synchronisationstechnik G-Sync. Sie soll sowohl für flüssige Spieledarstellung als auch für synchronisierte Videoanzeige sorgen. Erste Geräte sollen im Sommer 2018 in den Handel kommen, der Preis ist noch nicht bekannt.

Spielkontrolle mit den Füßen
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Mit dem Blackhawk von 3dRudder sollen Spieler in der virtuellen Realität auch ihre Füße nutzen können. Der auf der CES gezeigte Controller übersetzt Fußbewegungen der Spieler in diversen Virtual-Reality-Spielen in Bewegungskommandos. So sollen Spieler ihre Hände für andere Befehle nutzen können – und erhalten etwas für ihre Füße zu tun.

Blackhawk funktioniert aktuell unter anderem mit den VR-Brillen HTC Vive und Oculus Rift für über den SteamVR-Store und den Oculus Store gekaufte Spiele und mit den Headsets für Microsofts Mixed-Reality-Plattform.

Ein Airbag für die Hüfte
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Einen tragbaren Airbag, der Senioren vor den oft irreparablen Folgen eines Sturzes schützen soll, stellt der Airbag-Spezialist Helite vor. Ein elektronisches System analysiert die Bewegung der Person in Echtzeit. Wird ein Sturz erkannt, lösen beide Airbags automatisch über der Hüfte aus und entfalten sich noch vor Bodenkontakt vollständig.

Mehr als ein Meter Display im Byton-SUV: Wenn das mal nicht vom Verkehr ablenkt
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Die CES dient unter anderem als Bühne für die Geburt der neuen Automarke Byton. Das chinesische Start-up mit Entwicklungsstandorten in Los Angeles und München und dem ehemaligen BMW-Entwickler Carsten Breitfeld als Geschäftsführer zeigt erstmals ein rein elektrisch angetriebenes SUV, das 2019 in den Markt kommen soll. Trotz eines Akkus mit 500 Kilometer Reichweite und einem Riesendisplay über die ganze Breite des Armaturenbretts soll der Stromer nur um 40.000 Euro kosten.

Für die Steuerung des Ein- und Ausfahrmechanismus gibt es eine Fernbedienung. Während das Display aus- oder eingefahren wird, kann das Bild darauf schon angezeigt werden.

Der Fernseher kennt drei verschiedene Einraststufen, die abhängig vom Einsatzzweck gewählt werden. Voll ausgefahren steht dem Zuschauer ein Fernseher im 16:9-Format zur Verfügung. Falls aber Material im 21:9-Kinoformat abgespielt werden soll, kann das Display wieder etwas eingefahren werden, sodass keine schwarzen Balken verbleiben. Das 21:9-Breitbild füllt dann den gesamten sichtbaren Displaybereich aus.

Bei der dritten Stufe wird das Display ganz schmal ausgefahren und dient nur zur Anzeige von Statusinformationen. Auf dem schmalen, aber sehr breiten Streifen lässt sich dann etwa der Wetterbericht oder eine Fotodiashow anzeigen. Bei laufender Musik könnte darauf der aktuelle Titel angezeigt werden.

Auf einem klassischen Fernseher könnte so etwas auch realisiert werden, indem nur im unteren Bildbereich Informationen eingeblendet werden. Aber der Gesamteindruck ist bei der Lösung mit dem Roll-Display ein ganzes Stück angenehmer.

Wenn der Fernseher nicht benötigt wird, kann das Display komplett versenkt werden. Etwas Vergleichbares ist sonst nur mit Projektoren möglich. Technisch sollte es auch möglich sein, den Kasten an die Decke zu hängen, dann würde der Fernseher nach unten hin ausfahren.

Der gezeigte LG-Fernseher ist ein Prototyp. Der Hersteller machte keine Angaben dazu, wann erste Geräte mit der Technik auf den Markt kommen könnten. Preise wurden ebenfalls noch nicht genannt.

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