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Aufschwung am Handy-Markt

Die neuen Multimedia-Handys mit leistungsstarken Fotokameras und Musikplayern sorgen für ein kräftiges Wachstum der Mobilfunkindustrie. Branchenführer Nokia bleibt dabei weiter unter Druck und versucht, seinen Marktanteil mit Preissenkungen aufzubessern.

dpa HELSINKI/STOCKHOLM. Die neuen Multimedia-Handys mit leistungsstarken Fotokameras und Musikplayern sorgen für ein kräftiges Wachstum der Mobilfunkindustrie. Branchenführer Nokia bleibt dabei weiter unter Druck und versucht, seinen Marktanteil mit Preissenkungen aufzubessern.

Das drückte den Gewinn des finnischen Konzerns im dritten Quartal um fast ein Fünftel auf 660 Mill. Euro. Dabei verkaufte Nokia mit 51,4 Mill. Handys rund sechs Mill. Geräte mehr als ein Jahr zuvor. Konkurrent Sony Ericsson, der als Markt-Fünfter in einer ganz anderen Liga spielt, steigerte den Gewinn dagegen um die Hälfte auf 90 Mill. Euro.

Mit seinen Preisaktionen und neuen Modellen verbesserte Nokia immerhin den Anteil am Handy-Weltmarkt auf 33 Prozent von 31 Prozent im zweiten Quartal. Vor einem Jahr hatte Nokia allerdings noch einen Marktanteil von 39 Prozent. Der Umsatz legte um ein Prozent auf 6,94 Mrd. Euro zu, wie Nokia am Donnerstag mitteilte.

Sony Ericsson konnte dank seiner neuen Modelle eine drastische Verbesserung beim Absatz verbuchen: Die Verkäufe wuchsen im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 10,7 Mill. Stück. Der Umsatz erhöhte sich auf 1,68 Mrd. Euro von 1,31 Mrd. ein Jahr zuvor. Fortschritte verbuchte Sony Ericsson auch beim durchschnittlichen Preis je Handy (ASP), der dank neuer Modelle gestiegen sei. Über 60 Prozent der im dritten Quartal verkauften Mobiltelefone hätten eine integrierte Kamera gehabt, sagte Konzernchef Miles Flint.

Die Handy-Sparte bleibt nach wie vor die tragende Säule des Nokia-Konzerns, verliert aber weiter an Glanz. Ihr Umsatz schrumpfte um 13 Prozent auf 4,43 Mrd. Euro, der operative Gewinn sogar um 44 Prozent auf 822 Mill. Euro. Neuer Wachstumsbereich von Nokia ist die Multimedia-Sparte, die unter anderem die neuen Handys mit Megapixel-Kamera betreut. Ihre Erlöse verdoppelten sich nahezu auf 914 Mill. Euro und sie schrieb operative schwarze Zahlen von 87 Mill. Euro nach einem Minus von 177 Mill. Euro ein Jahr zuvor.

Die Prognosen für den Gesamtmarkt fielen sehr freundlich aus. Nokia rechnet mit einem starken Wachstum im Schlussquartal und einem Volumen von 630 Mill. Handys aller Hersteller. Das wären gut 150 Mill. Geräte mehr als im vergangenen Jahr. Sony Ericsson blieb bei seiner Prognose eines Marktvolumens von 600 Mill. Handys.

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