Aufstockung der Kapazitäten
Crash-Test für die Fußball-WM

Die Deutsche Telekom und der Netzwerkanbieter Avaya rüsten Kommunikationstechnik und Datennetze in den Stadien auf.

DÜSSELDORF. Die Vorbereitungen für die Fußballweltmeisterschaft laufen auf vollen Touren – nicht nur sportlich. Für das Großereignis entwickeln die Deutsche Telekom und der Netzwerkspezialist Avaya eine komplett neue Infrastruktur für die elektronische Kommunikation. Der Aufbau der Datennetze in den zwölf WM-Stadien und die Verknüpfung mit der Datenzentrale in Frankfurt kann erst nach Ende der Fußball-Bundesligasaison – ab dem 21. Mai – beginnen und muss wenige Tage vor dem Start der WM am 9. Juni abgeschlossen sein. Damit bei der Installation alles funktioniert, haben IT-Experten bereits jetzt in der Frankfurter Zentrale von Avaya-Tenovis das komplette Netz mit der Hardware für die Stadien aufgebaut – und testen die Komponenten auf Herz und Nieren.

Obwohl die WM-Stadien gerade neugebaut oder renoviert wurden, reicht die vorhandene Technik nicht aus, um das Sportereignis zu meistern. „Die Installationen in den meisten Stadien sind für den normalen Spielbetrieb ausgelegt, für eine Weltmeisterschaft sind sie überfordert“, sagt David Johnson, President International von Avaya.

Während der Fußball-WM werden rund 20 Terabytes an Daten und Sprache ausgetauscht – das entspricht etwa der Menge an Information in den Büchern der größten Bibliotheken der Welt. Über die eigens geschaffene Infrastruktur sollen Internet-Telefonie, Videokonferenzen, die Akkreditierung der Zuschauer, der Gäste und Journalisten sowie die Informationsdienste des Weltfußballverbands Fifa mit Hintergrundinformationen aus den zentralen Datenbanken sowie die Verbindung der Reporter mit ihren Redaktionen abgewickelt werden.

Die Verantwortung für den Informationstransport liegt bei der Telekom, während sich Avaya um die Infrastruktur in den Stadien kümmert und die Server betreut. Aus Sicherheitsgründen wird die gesamte Technik doppelt vorhanden sein, damit bei einem Ausfall eines Systems einfach umgeschaltet werden kann. Mit klassischer Nachrichtentechnik hat das alles nur noch wenig zu tun – in den Stadien kommt vor allem die wesentlich günstigere Internet-Technologie zum Einsatz.

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