Auslandsgespräche werden billiger
T-Mobile erwartet Preissturz bei Handy-Gesprächen

T-Mobile rechnet für das laufende Jahr mit einem beschleunigten Preisrückgang in der Branche. Das Telefonieren im Ausland wird bei Deutschlands größtem Mobilfunkanbieter bereits billiger.

HB HANNOVER. "Ich rechne in diesem Jahr mit einer Preissenkung von bis zu 20 Prozent, je nachdem wie die Dynamik der Billiganbieter weiter geht", sagte T-Mobile-Chef Rene Obermann am Dienstag im Vorfeld der Cebit in Hannover. Bereits 2005 waren die Preise im Mobilfunk um rund zehn Prozent gesunken, vor allem durch das Auftreten von Billiganbietern am Markt wie Simyo, die einen Preiswettbewerb entfachten.

Daher setzt die Telekom-Tochter auch ihren Sparkurs fort. Für dieses Jahr sei 1 Mrd. Euro geplant, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende der Sparte, Rene Obermann, in Hannover. 2005 habe das Mobilfunkunternehmen mit seinem Effizienzprogramm "Safe for Growth" mehr als 600 Mill. Euro eingespart. 400 Mill. Euro davon seien in Marketing, Vertrieb, Netzentwicklung und Dienste reinvestiert worden, sagte Obermann.

T-Mobile senkt Preise für Auslandsgespräche

Die Priese für das Telefonieren mit dem Handy im Ausland werden unterdessen gesenkt. "Wir senken die Preise um weitere rund 40 Prozent", kündigte Obermann an. Für 33 Cent pro Minute könne aus dem Ausland künftig nach Hause telefoniert werden.

EU-Telekommunikationskommissarin Viviane Reding erwägt, die Roaming-Gebühren durch eine Verordnung zu begrenzen, die beim Telefonieren mit dem Handy im Ausland anfallen. Der europäische Branchenverband GSM hat gewarnt, die Pläne gefährdeten die globale Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Obermann hatte gesagt, er sehe keine Notwendigkeit für eine Regulierung beim Roaming. Die Branche könne das Thema allein in den Griff bekommen. Am Dienstag sagte er: "Was in der Debatte nach wie vor unberücksichtigt bleibt, ist die Tatsache, dass wir Nettozahler sind, weil die Deutschen wesentlich häufiger Urlaub im Süden machen als umgekehrt. Ich bin optimistisch, dass wir diese Schieflage durch Verhandlungen mit den Netzbetreibern in der Region gerade rücken können, ohne dass die EU eingreifen muss."

Der größte Konkurrent Vodafone hatte jüngst erklärt, er sehe derzeit keinen Anlass, die Gebühren zu senken. Seit Juni 2005 können Vodafone-Kunden in 20 anderen Ländern zu denselben Minutenpreisen telefonieren wie in Deutschland. Pro ab- oder eingehendem Telefonat wird allerdings ein Einmalentgelt von 0,75 Euro fällig.

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