Australische Wissenschaftler entwickeln Spam-Firewall
Neue Waffe gegen Spam

Forscher entwickeln eine neue Waffe gegen lästige Werbe-Emails. Die Spam-Firewall soll dabei die Trefferquote verbessern.

hiz DÜSSELDORF. Drei Wissenschaftler der australischen University of Queensland haben eine neuartige Spam-Firewall entwickelt, durch die Rechner vor unerwünschten Werbe-Emails geschützt werden sollen.

Im Gegensatz zu herkömmlicher Anti-Spam-Software, die ungewünschte Nachrichten bisher in der Regel nur herausfiltert, wird bei dem neuen Ansatz eine Firewall aufgestellt, die den gesamten Email-Verkehr aufhält und nur die als seriös klassifizierten Nachrichten durchlässt.

Entscheidend bei der so genannten Spam-Firewall ist der Einsatz der so genannten Support-Vector-Machine (SVM). Mit Hilfe dieses Algorithmus werden, so die Entwickler, die E-Mails im Ganzen analysiert und klassifiziert. Herkömmliche Anti-Spam Software reagiert im Gegensatz dazu nur auf Schlüsselworte oder Phrasen in einer E-Mail. Die Support-Vector-Machine ist dabei lernfähig. Dadurch lässt sich das Schutzsystem so trainieren, dass es beispielsweise im Falle von Viagra zwischen einer pharmazeutischen Meldung und einem unseriösen Verkaufsangebot unterscheiden kann.

Die Forscher weisen stolz auf ihre Trefferquote hin. Bei einem kürzlich durchgeführten Testlauf wurden von der Software 90 Nachrichten pro Sekunde bearbeitet. Dabei wurde nur eine von 25 000 Emails falsch klassifiziert. Vorangetrieben werden soll die Weiterentwicklung von einem Spinn-Off, das von Uniquest, einem Unternehmen der University of Queensland, gegründet wurde.

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