Ausweise und Tickets mit RFID-Chips stellen hohe Anforderungen an die Herstellung
Große Maschinen für kleine Chips

Bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, sollen alle Tickes mit einer elektronischen Kennzeichnung versehen werden. So sollen Fälschungen unterbunden werden. Um die kleinen Chips in die Eintrittskarten zu bringen, benötigt eine ausgefeilte Fertigungstechnik..

RFID (Radio Frequency Identification) soll Fälschern das Handwerk erschweren. Damit die gerade mal Sandkorn großen Chips in Zutrittsausweisen und Eintrittskarten eingebettet werden können, benötigt man große Fertigungsautomaten.

Die Idee ist einfach: Winzige Chips, die berührungslos ausgelesen werden können, speichern Informationen über die Veranstaltungen. So sollen zum Beispiel die Tickets für die kommende Fußballweltmeisterschaft in Deutschland durch RFID-Chips fälschungssicher werden. Dabei kommen die gleichen Chips zu Einsatz, die bei der Produktkennzeichnung als Nachfolger der heute üblichen Barcodes ausersehen sind.

Allerdings sind ist der Fertigungsaufwand solcher Tickets oder Ausweise relativ hoch. Eine normale Eintrittskate besteht aus Karton, der auf beiden Seiten bedruckt wird. Die Herstellung ist einfach und billig, allerdings auch für kriminelle Element. Es bietet sich also an, Fälschungen besser vorzubeugen.

Durch den Einsatz komplexer Fertigungsanlagen, wie sie von Firmen wie Bielomatik oder Melzer angeboten werden, können pro Stunde einige Tausend solcher Tickets gefertigt werden. Diese Automaten sind einige Meter lang und über mannshoch. Riesig im vergleich zur Größe der Chips.

Das Problem, das sich stellt ist, dass es bei Tickets, Ausweisen oder Kofferanhängern nicht genügt, einen Chip einfach auf den Karton zu kleben. Er wäre ungeschützt und könnte leicht abfallen. Außerdem benötigt jeder Chip einen so genannten Transponder, eine Antenne durch die Informationen mit dem Lesegerät ausgetauscht werden können. Dabei handelt sich in der Regel um flache Spulen aus Kupfer oder elektrisch leitendem Kunststoff von einigern Zentimetern Größe.

Würde man Chip und Transponder zwischen zwei Lagen Karton zu kleben, wäre das Resultat immer noch unbefriedigend. Der Chip ist zwar winzig, würde sich aber durch das Papier drücken und wäre wieder ungeschützt. Deswegen wird bei der Produktion eine Folie über den Transponder gelegt, die an Stelle, wo der Chip sitzt eine Aussparung hat. So ist der Baustein sicher eingebettet und beide Oberflächen sind eben. Dadurch ist auch das nachträgliche Bedrucken der Ausweise möglich.

Um sicher zu stellen, dass die fertigen Tickets fehlerfrei arbeiten, sind in den Anlagen Lese und Schreibgeräte für die RFID-Chips integriert. Jede zusammengeklebte Karte wird berührungslos mit einem Code beschrieben. Eine Lesestation liest die Informationen wieder aus. Bei einem Unterschied zwischen den geschriebenen und gelesenen Daten wird die Karte ausgesteuert und vernichtet.

Dieser Aufwand verteuert zwar die Herstellung von Tickets, Ausweisen oder Anhängern, aber die eindeutige Information im Chip erschwert Fälschungen extrem. So sinkt die Gefahr, dass zum Beispiel über eine Auktionsplattform gefälschte Tickets verkauft werden.

Für Kartenvorverkaufsstellen bieten diese Tickets neue Möglichkeiten. An der Kasse kann jedes Ticket personalisiert werden. Erst beim Verkauf werden zum Beispiel Veranstaltungsort und –tag und die Sitznummer in dem Chip gespeichert. Ein einfacher Tintenstrahldrucker druckt dann das zugehörige Veranstaltungslogo und die Platzinformationen auf den Rohling. So muss der Kunde die Verkaufsstelle nicht mit einem weißen Stück Pappe verlassen. Beim Einlass wird die Gültigkeit dann mit einem RFID-Lesegerät einfach kontrolliert.

Die Fertigung solcher Tickets ist zwar teurer als der einfache Druck einer Eintrittskarte. Aber mit den steigenden Eintrittspreisen für Veranstaltungen wächst auch die Versuchung für Fälscher. Mit dem Einsatz neuer Technologien kann kriminellen Elementen das Leben erschwert werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%