Auszeichnung des Guggenheim-Museums
Die besten Youtube-Videos der Welt

23 000 Einsendungen aus 90 Ländern - die Jury der Biennale "Youtube Play" hatte alle Hände voll zu tun. Am Ende des schwierigen Auswahlprozesses stehen 25 Online-Videos, die von sich behaupten dürfen, die besten ihrer Art zu sein. Als Partner fungierte eine Einrichtung, die es wissen muss: das Guggenheim-Museum.
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DÜSSELDORF. Youtube hat im künstlerischen Bereich lange Zeit ein Schattendasein gefristet. Nicht, dass Künstler die Videoplattform nicht genutzt hätten, aber in der Fülle der Beiträge entgehen gute selbstgemachte Filme vielfach der Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit. Vielfach wird Youtube noch immer als Sammelbecken für offizielle Musikvideos oder lustige Einspieler stigmatisiert - der Konzern selbst bemüht sich allerdings, die teilnehmenden Künstler zu fördern und ihnen einen Popularitätsschub zu verleihen.

Das Guggenheim-Museum strahlt noch bis Samstagmorgen in ungewöhnlichen Farben durch die New Yorker Nacht. Am Donnerstag wurden in der Ostküsten-Metropole die besten Youtube-Videos der Welt ausgezeichnet, vom künstlerischen Standpunkt aus betrachtet. Die Gewinner können sich besonders über eins freuen: von besagtem Guggenheim-Museum ausgestellt zu werden.

Die Sammlung für moderne Kunst ist nicht nur Kennern ein Begriff, das auffällige Gebäude ist mit seiner Architektur einer der Hingucker des "Big Apple". Umso ungewöhnlicher ist die Art der Installation, mit der die Videos präsentiert werden. Auf verschiedene Weise animiert, werden die Siegerbeiträge von "Youtube Play: A Biennal of Creative Videos" als Collage auf die Außenwand projiziert - an die Form dreidimensional angepasst.

"Diese Videos repräsentieren den vollen Umfang der Genres und Techniken, die typisch für diese Plattform sind. Das Resultat ist die ultimative YouTube-Playlist", erklärte Nancy Spector, die Chefkuratorin und Vorsitzende der Jury. Das Auswahlgremium der alle zwei Jahre stattfindenden Verleihung setzte sich aus klangvollen Namen zusammen, mit dabei waren unter anderem die Musikerin und Performance-Künstlerin Laurie Anderson, der Hollywood-Regisseur Darren Aronofsky ("The Wrestler"), der schottische Künstler Douglas Gordon, der österreichische Grafikdesigner Stefan Sagmeister und der japanische Pop-Künstler Takashi Murakami. Die Juroren entschieden dabei nach Kategorien, zum Beispiel Experimentalfilm, Animation oder Musikvideo.

Bei ihrer Auswahl legten die Juroren besonderen Wert auf ein breites Spektrum unterschiedlicher Filmformate. Einzige Bedingung: Die Videos durften nicht länger sein als zehn Minuten. Da die Videos bewusst keinem Ranking unterliegen, zeigt Ihnen Handelsblatt Online im Folgenden eine kleine Auswahl von Projekten, die der Jury und auch uns aufgefallen sind.

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