Avatare im Metaversum
Neue virtuelle Welten

Second Life ist aktuell in aller Munde. Für die Zukunft erwarten Experten allerdings eine Vielzahl von virtuellen Welten. Mit dem Avatar von einem Metaversum ins nächste, lautet das Motto.

HB NEW YORK. Der Zulauf zur digitalen Scheinwelt von „Second Life“ ist nach Einschätzung von Experten nur der Anfang einer Entwicklung zu einem dreidimensionalen Internet mit einer Vielzahl von virtuellen Welten. Dabei wird erwartet, dass man künftig mit seinem persönlichen Avatar auf verschiedenen Plätzen unterwegs sein kann.

„Wenn man sich erst einmal von einer virtuellen Welt in die andere begeben kann, wird das Wachstum, das wir gegenwärtig erleben, wie eine flaue Stagnation erscheinen“, sagte Steve Prentice vom Marktforschungsinstitut Gartner auf der Fachkonferenz Virtual Worlds in New York. Die gegenwärtige Aufbruchsstimmung verglich er mit den Pioniertagen des World Wide Webs Mitte der neunziger Jahre.

„Es wird nicht nur ein Metaversum geben“, sagte Netscape-Veteran Corey Bridges in Anlehnung an einen von Science-Fiction-Autor Neal Stephenson geprägten Begriff. „Wir werden viele davon haben.“ Bridges hat in Mountain View, mitten im Silicon Valley, das Unternehmen The Multiverse Network mitbegründet. Es entwickelt eine Technik, die den Zugang zu verschiedenen Online-Welten ermöglicht. Avatare sollen dabei „portierbar“, also in die Lage versetzt werden, sich von der einen in die andere virtuelle Welt zu begeben.

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