Backup und Disaster Recovery im Jahrzehnt der Regulierung
Das große Speichern

Datensicherung ist in der Informationsverarbeitung ein alltäglicher Prozess. Jedoch bei Priorität, Art und Häufigkeit zeigen sich gravierende Unterschiede.

hiz DÜSSELDORF. Eine Untersuchung, die das Marktforschungsunternehmen research+consulting in Zusammenarbeit mit Symantec im Dezember 2004 durchführte, zeigt, dass Backups in praktisch jedem Unternehmen zum unverzichtbaren IT-Alltag gehören. Befragt wurden dazu insgesamt 203 IT-Verantwortliche aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland mit mehr als 150 Mitarbeitern. In den zugrunde gelegten Unternehmen waren durchschnittlich 1758 Mitarbeiter beschäftigt und 1394 Computer-Arbeitsplätze installiert.

Die Studie hat gezeigt, dass Backups in praktisch jedem Unternehmen zum unverzichtbaren IT-Alltag gehören. Bei Priorität, Art und Häufigkeit gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Fast jedes Unternehmen, nämlich 98,5 Prozent der Befragten, berücksichtigt bei den internen Backup-Routinen Fileserver, Applikationsserver und Webserver. Gleichzeitig gaben 74,9 Prozent an, keine Desktops und 83,3 Prozent keine Notebooks in die Datensicherung mit einzubeziehen. Außerdem führen 47,8 Prozent ein tägliches System-Backup durch, ihnen stehen allerdings auch 42,4 Prozent an Unternehmen gegenüber, die nur einmal pro Woche oder noch seltener regelmäßige Systemsicherungen durchführen. Dennoch gaben 67,9 Prozent an, dass sie keine Notwendigkeit für mehr Backups sehen, andere Gründe waren mangelnde Ressourcen und Beeinträchtigung der Netzwerk- bzw. Serverleistung. Abschließend sagen 88,7 Prozent, dass sie viel Vertrauen in ihre Backup Strategie haben.

Unternehmen können zur Datensicherung sowohl Bandlaufwerke als auch Festplatten nutzen. Auf eine reine Tape-Sicherung verlassen sich 64 Prozent der IT-Verantwortlichen. Oftmals ergänzen sich die Lösungen, indem Bandlaufwerke - beispielsweise für die Archivierung - sowie Festplattenlaufwerke für die schnelle Wiederherstellung im Schadensfall genutzt werden. Diese Kombination wird heute bereits von 32,5 der Befragten eingesetzt.

Das Arbeitsumfeld hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Die Datenproduktion jedes Mitarbeiters wird immer umfangreicher. Systematische Datenspeicherung und schneller Zugriff auf die archivierten Informationen im Ernstfall sind für Unternehmen längst zu einer Frage des wirtschaftlichen Überlebens geworden. Gleichzeitig sind IT-Leiter mit Gesetzen und Vorschriften wie Basel II und Sarbanes-Oxley konfrontiert und müssen die Datenspeicherung diesen Erfordernissen anpassen.

Bei 50,7 Prozent aller Unternehmen fällt der Server bis zu zwei Mal im Jahr aus, bei immerhin knapp 11 Prozent noch öfter pro Jahr. Zur eigentlichen Ausfallzeit der Server addiert sich die Zeit, die eine IT-Abteilung braucht, um das System wieder herzustellen. Dazu gehören Reparaturen, der Ersatz von Hardware, die Neuinstallation von Betriebssystemen und entsprechenden Service-Packs, Systemneustarts und die eigentliche Wiederherstellung der Daten vom Backup Medium. 37,7 Prozent aller Befragten wenden mehr als 4 Stunden auf die Wiederherstellung des Systems auf, 15,7 Prozent davon mehr als 8 Stunden und weitere 9,4 Prozent können den tatsächlichen Aufwand nicht quantifizieren. Verluste sind die Folge: 30,7 Prozent der Befragten beziffern ihre Verluste im Hinblick auf Produktivität und Umatz mit bis zu 10 000 Euro. Auf der anderen Seite konnten trotz erlaubter Schätzwerte von den Befragten 48 Prozent Verluste zwar vermuten, aber nicht in Zahlen angeben.

„Die Umfrage zeigt uns, dass Datensicherung ein zentrales Thema für Unternehmen ist. Allerdings sollte die dabei zugrunde gelegte Strategie flächendeckend sein und konsequent umgesetzt werden. Jeder IT-Leiter muss sich fragen: was sind die einzelnen Bestandteile meiner IT-Infrastruktur und wie kann ich sie am besten im Einklang mit der Gesetzeslage sichern“, unterstreicht Chris Ross, Vice President EMEA, Enterprise Administration, Symantec.

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