Bankdaten ausgespäht
Computerwurm attackiert soziale Netzwerke

Eine harmlose Kontaktanfrage im Sozialen Netzwerk LinkedIn kann für arglose Benutzer zum Sicherheitsrisiko werden. Ein Klick genügt, um sekundenschnell einen gefährlichen Trojaner zu installieren, der sogar Bankdaten ausspionieren kann. Derlei Schadprogramme tauchen immer häufiger auf – und bedienen sich gezielt des Deckmantels der Social Networks.
  • 0

SAN FRANCISCO. E-Mails mit Kontaktanfragen für Social Media-Plattformen bedrohen Nutzer des beliebten internationalen Business-Netwerks LinkedIn. Wenn der Empfänger der E-Mail merkt, dass er einem Fake aufgesessen ist, ist es schon zu spät, er hat unbemerkt seinen Browser infiziert. Installiert wird der gefährliche ZeuS-Trojaner, der Bankdaten ausliest.

Die seit 27. September verstärkt auftretenden E-Mails gaukeln einen Kontakt über die Social Media Plattform LinkedIn vor, warnt der Internet-Dienstleister Retarus. Nutzer, die sich aus Neugier über einen Link auf diesen Kontakt einlassen, werden zunächst auf eine zwischengeschaltete Webseite geleitet – hier heißt es schlicht „Please waiting … 4 Seconds“. Von dort erfolgt ein Redirect zu Google. Die vier Sekunden reichen aus, um das Spionage-Programm ZeuS im Hintergrund hochzugeladen und im Web-Browser des PCs zu installieren. Schon können Cyber-Kriminelle in aller Ruhe persönliche Daten ausspionieren, wie etwa Zugangsdaten für Online Banking.

Auswertungen von Retarus hätten ergeben, dass jede dritte Spam-Mail eindeutig unter dem Deckmantel sozialer Netzwerke versendet wird, warnt das Münchner Unternehmen. Das Dumme dabei: viele E-Mailnutzer haben ihre Social Media Plattformen über Whitelist-Einträge in ihren Spam-Filtern explizit als erwünschten Absender definiert, der Spam wird also immer durchgestellt.

Die Security-Experten raten daher, nicht auf Kontaktanfragen, insbesondere von unbekannten Absendern, zu reagieren und diese E-Mails sofort zu löschen. Wer die Echtheit von Kontaktanfragen prüfen will, sollte bei seinem Social Network einloggen, ohne vorher auf einen in eine E-Mail enthaltenen Link zu klicken.

Seite 1:

Computerwurm attackiert soziale Netzwerke

Seite 2:

Kommentare zu " Bankdaten ausgespäht: Computerwurm attackiert soziale Netzwerke"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%