Battlefield 3
Gamer fühlen sich von Electronic Arts überwacht

Die Plattform Origin späht Nutzer von Electronic-Arts-Spielen aus. Zwar hat der Konzern nun seine AGB geändert, seine Politik aber wohl nicht. Datenschützer ermitteln.
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HamburgGegängelte Menschen sind nicht glücklich. Für die meisten ist das hoffentlich eine Binsenweisheit. Wohl aber noch nicht für alle. Die Spieleindustrie zumindest befindet sich derzeit offensichtlich in einem entsprechenden Lernprozess.

Electronic Arts (EA), einer der größten Entwickler von Computerspielen, hat gerade ein hoch gelobtes Game namens Battlefield 3 veröffentlicht. Grafik, Sound, Action – die Käufer sind begeistert.

Trotzdem geben sie der PC-Version beispielsweise bei Amazon reihenweise miese Bewertungen, eben weil sie sich überwacht und gegängelt fühlen. Denn Battlefield kann auf seinem Rechner nur der spielen, der sich zuvor auf der Onlineplattform des Konzerns namens Origin angemeldet hat.

Kopierschutz auf Kosten ehrlicher Nutzen

Grundsätzlich ist die Idee der Cloud nicht schlecht. Viele Unternehmen machen vor, dass es praktisch sein kann, seine Daten von jedem beliebigen Gerät aus zu nutzen und die Gefahr zu bannen, sie versehentlich zu löschen oder zu verlieren. Die Plattform Origin aber demonstriert anschaulich, welche Probleme das Konzept Cloud gleichzeitig enthält.

Das Programmieren von Spielen wie Battlefield 3 kostet viele Millionen, und die Firmen versuchen mit allen Mitteln, diese Investition zu sichern. Daher wurde die Onlineplattform als Vertriebsweg aufgebaut. EA erhofft sich damit einen wirksameren Kopierschutz, muss sich ein Spieler doch ständig gegenüber dem Server identifizieren.

Geknackte Versionen, so die Hoffnung, fallen damit auf. Allerdings geht das massiv auf Kosten der ehrlichen Nutzer. Denn der Kopierschutz wird einerseits rigoros durchgesetzt und hat andererseits Tücken. 

Exzessive Überwachung

So drohte EA vor Kurzem, Nutzer könnten ihren Origin-Account samt der darüber gekauften Spiele auch wieder verlieren, wenn sie sich nicht an die Regeln hielten. Findige Gamer hatten Battlefield 3 auf eigenen Servern zum Laufen gebracht. Die Drohung galt wohlgemerkt nicht den Hackern, sondern all jenen, die es auf diesen unautorisierten Servern einfach nur spielten.

Tückisch sind aber auch die offiziellen Server selbst. Sind die wegen technischer Schwierigkeiten offline, kann das gekaufte Spiel nicht gestartet werden. Ubisoft hat dank solcher Probleme heftige Proteste erlebt. Die Onlineautorisierung des großen Publishers lief im vergangenen Jahr nicht sauber, viele Gamer mussten darunter leiden.

Und all diese Kopierschutzideen haben eines gemeinsam: Sie sammeln exzessiv Daten. In den – nach ersten Protesten gerade geänderten – Nutzungsbedingungen von Origin hieß es ursprünglich: „Du gestattest EA und seinen Partnern das Sammeln, Nutzen, Speichern und Übertragen von technischen und verwandten Informationen, die deinen Computer (einschließlich IP-Adresse), dein Betriebssystem, deine Nutzung der Anwendung (einschließlich erfolgreicher Installation und/oder Deinstallation), Software, Software-Nutzung und deine Hardware-Peripherie identifizieren (...). EA kann diese Daten ebenfalls in Verbindung mit personenbezogenen Informationen zu Marketingzwecken und zur Verbesserung seiner Produkte und Dienste nutzen.“

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Kommentare zu " Battlefield 3: Gamer fühlen sich von Electronic Arts überwacht"

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  • boykottieren!

  • Eines wundert mich bei dem Spiel dann schon.
    Warum wird die Zusatzsoftware nicht als Virus eingestuft?
    Sie scannt nach anderen Programmen auf dem Rechner und löscht bzw. deaktiviert diese eigenmächtig. Ob eine "NachHauseMeldeFunktion" einprogrammiert ist weiss man nicht.
    Eigentlich muss die Regierung nur mit einem großen spielehersteller zusammenarbeiten und zack ist der "Bundestrojaner" auf dem Rechner.

    DAS Spiel, sowie zukünftig alle Titel von EA werde ich mir wohl nicht mehr zulegen. Zugegeben...So langsam kommt man auch aus dem Alter raus. ;)

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