Baustein zur Internetsicherheit
US-Regierung warnt vor Viren

Der aktuelle Topschädling im Netz, Mydoom oder Novarg genannt, verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit im Netz, die selbst die Experten überrascht. Nun wird auch die amerikanische Regierung aktiv.

hiz DÜSSELDORF. Der aktuelle Topschädling im Netz, Mydoom oder Novarg genannt, verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit im Netz, die selbst die Experten überrascht. Schuld daran ist weniger seine ausgefeilte Programmierung, sondern die Art, wie sich der Computer-Wurm seinen Opfern präsentiert: Als Fehlermeldung. Aufgeschreckt durch die Leichtfertigkeit der Anwender – vielfach hervorgerufen durch mangelndes Wissen um die digitalen Gefahren – wird nun das amerikanische „Department of Homeland Security“, das Heimatschutzministerium, aktiv. Es bietet ab sofort kostenlos Warnhinweise auf Computerviren und -würmer an. Damit soll die Sicherheit des Internets verbessert werden, teilte die Abteilung für Cybersicherheit in Washington mit.

Wer sich bei dem Dienst anmeldet, erhält per E-Mail eine Warnung, wenn Erkenntnisse über möglicherweise grassierenden Computerviren vorliegen. Gleichzeitig wird eine detaillierte Information mitgeliefert, wie man seinen Rechner vor der digitalen Infektion schützen kann.

Sicherlich ein begrüßenswerter Baustein im Kampf gegen die digitalen Schädlinge im Word Wide Web. Ob damit die Gefahr der Viren wirklich gebannt wird, ist aber fraglich. Die aktuellen Infektionen verseuchen massenweise Rechner, obwohl alle Hersteller von Antivirensoftware schon seit langem auf ihren Homepages Informationen und Warnungen über grassierende Viren bieten. Auch das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert auf seiner Homepage über die Bedrohungen aus dem Netz.

Der effektivste Schutz ist die Installation eines Virenscanners, der automatisch vom Hersteller aktualisiert wird, sobald neue Viren oder Würmer im Umlauf sind. Im Jahr verseuchen mehr als 1000 neue Schädlinge bzw. Varianten von alten Bekannten das Netz. Ein Virenscanner der nicht permanent auf dem neuesten Stand gehalten wird, täuscht dem Anwender eine Sicherheit vor, die nicht vorhanden ist.

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