Bedenken bei Kabelnetzverkauf
Kartellamt prüft Kabelnetz-Fusion

Die Übernahme des nordrhein-westfälischen Fernseh-Kabelnetzbetreibers Ish durch den Konkurrenten Kabel Deutschland (KDG) wird vom Bundeskartellamt überprüft. Die Bonner Behörde befürchtet eine verstärkte Marktmacht von KDG.

HB BRÜSSEL. Die EU-Kommission verwies nach eigenen Angaben vom Dienstag den Fall an die Bonner Behörde. Brüssel kann Wettbewerbsuntersuchungen an die jeweiligen nationalen Behörden geben, falls vor allem nationale Märkte betroffen sind.

Zum Preis von 2,7 Milliarden Euro will KDG (München) neben ish auch die regionalen Kabelnetzbetreiber Iesy (Hessen) und Kabel Baden- Württemberg erwerben. Das ehemalige Telekom-Kabelnetz wäre dann wieder in der Hand eines Anbieters. Die Transaktionen in Hessen und im Südwesten waren direkt in Bonn angemeldet worden, da die Brüsseler Umsatzschwellen nicht erreicht wurden. Fusionen und Übernahmen müssen grundsätzlich bei der EU-Kommission zur Prüfung gemeldet werden, wenn die beteiligten Unternehmen auf einen gemeinsamen Jahresumsatz von mindestens fünf Milliarden Euro kommen.

Das Bundeskartellamt wolle die Übernahme von ish untersuchen, weil die marktbeherrschende Stellung des Übernehmers in mehreren Sparten gestärkt werden könnte. Die Verbindung der Kabelnetze führe zu einer höheren Reichweite, schrieb die Kommission.

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