Bedenken der EU
Kurth: Telekom soll Glasfasernetz freiwillig öffnen

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat die Deutsche Telekom aufgefordert, ihr geplantes Glasfasernetz freiwillig zu öffnen.

dpa BONN. „Ein Netz mit hohen Anfangsinvestitionen wird bei konstanten Investitionskosten mit jedem zusätzlichen Nutzer und Kunden wertvoller und wirtschaftlicher“, schreibt Kurth in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Die künftige Bundesregierung will das Glasfasernetz für eine befristete Zeit von der Regulierung ausnehmen und geht damit auf eine Forderung der Telekom ein. Die Europäische Kommission äußerte allerdings Bedenken: Die EU stößt sich an der Formulierung im Koalitionsvertrag, dass die durch „entsprechende Investitionen entstehenden neuen Märkte für einen gewissen Zeitraum von Regulierungseingriffen freizustellen“ seien. „Die Verwendung einer neuen Technologie führt noch nicht dazu, dass es ein neuer Markt entsteht.“

Kurth meint dazu: Die Telekom könne ein „Veto“ aus Brüssel nur vermeiden, wenn sie schnell und konstruktiv nachweise, „dass wirklich ein neuer Markt mit anderen Hochqualitätsprodukten geplant ist“. Die Bundesnetzagentur will anders als die EU erst den Aufbau des Glasfasernetzes abwarten und dann anhand einer Studie prüfen, ob eine Regulierung notwendig ist.

Die Telekom will bis Mitte 2007 mit dem schnellen Internetzugang 50 Großstädte versorgen. Mit dem neuen Hochgeschwindigkeitsnetz sollen Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde möglich sein - das 50fache der ursprünglichen DSL-Geschwindigkeit von einem Mbit pro Sekunde. Die Kosten für den Aufbau beziffert das Unternehmen auf drei Mrd. Euro.

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