Bediener nutzen viele Funktionen nicht: Microsofts Office 2003 ist zu komplex

Bediener nutzen viele Funktionen nicht
Microsofts Office 2003 ist zu komplex

Im Herbst vergangenen Jahres hat der Softwarekonzern Microsoft die neue Version seiner Bürosoftware "Office 2003" auf den Markt gebracht - ein halbes Jahr später als angekündigt. Microsoft begründete die Verspätung mit Nachbesserungen, die auf Grund von zahlreichen Benutzertests notwendig geworden seien.

hsn DÜSSELDORF. Doch die Änderungen im Detail haben nur wenig gebracht. Denn an dem Grundproblem hat sich nichts geändert. Das Büroprogramm ist nach wie vor mit zu vielen Funktionen überfrachtet, wie die jüngste Nutzerstudie des Hamburger Beratungsunternehmen Sirvaluse Consulting belegt.

"Die Programme Word, Excel oder Power-Point haben so viele Funktionen, dass die Nutzer viele nützliche Dinge nur anwenden können, wenn sie eine intensive Schulung besucht haben", sagt Sirvaluse-Chef Tim Bosenick. Firmen, die in der Regel nur die Textverarbeitung Word nutzen, sollten ernsthaft überlegen, ob sie dem abgespeckten Programm "Works" - ebenfalls von Microsoft - nicht besser klarkommen.

Die Benutzerstudie zeigt, dass vor allem ungeübte Anwender Probleme haben sich im neuen Office-Paket zu Recht zu finden. "Viele Funktionen verwirren, da sie sich nicht selbst erklären und somit nur unzureichend erlernbar sind", sagt Bosenick. Ein Großteil der Anwender nutzte Word nach wie vor als "bessere Schreibmaschine". Unwissende Benutzer tasten sich nach und nach an komplexe Funktionen und Bedienelemente durch die praktische Arbeit heran. Dieses so genannte "Trial and Error"-Verfahren ist aber zeit- und kostenintensiv. Microsoft kennt dieses Problem und versucht, den Anwendern durch immer neue Funktionen das Handling der Software zu erleichtern. Doch dies gelingt nur zum Teil, wie die Untersuchung von Sirvaluse zeigt.

Dabei sollten die Benutzer von Office 2003 beispielsweise durch so genannte "Smart Tags" echte Unterstützung bei der Arbeit finden. "Smart Tags" sind intelligente, auf den jeweiligen Arbeitsschritt abgestimmte Zusatzfunktionen. Sie erkennen schon während der Eingabe bestimmte Begriffe und bieten dazu passende Ergänzungen an, wie zum Beispiel die zum Namen gehörende Adresse. "Teilweise sind diese Smart Tags aber zu komplex und wenig verständlich, dass sie bei vielen Anwendern nur weitere Verwirrung auslösen", so das Fazit der Studie.

Quelle: Handelsblatt

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