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Bei gleichem Nachnamen werden E-Mails schneller beantwortet

Der Absender einer E-Mail kann mit einer raschen Antwort rechnen, wenn er denselben Nachnamen wie der Empfänger hat. Das fanden französische Wissenschaftler nach einem Bericht des Magazins „Psychologie heute“ heraus.

dpa WEINHEIM/HAMBURG. Bei einem Versuch wurde die elektronische Post deutlich schneller und häufiger beantwortet, wenn sie von einem Namensvetter kam.

Die Forscher versandten an 25 Studenten einer französischen Universität eine E-Mail, in der ein fiktiver gleichnamiger Kommilitone um die Beantwortung eines Fragebogens über Ernährungsgewohnheiten bat. Er wolle darüber eine statistische Analyse machen. 25 Studenten erhielten die Post von einem Absender mit einem verbreiteten französischen Familiennamen. Ergebnis: 96 Prozent der Menschen aus der ersten Gruppe antworteten innerhalb von anderthalb Tagen. Dagegen füllten nur 52 Prozent derjenigen den Fragebogen aus, die diesen von einem „Namensfremden“ erhalten hatten - und zwar erst nach etwa zwei Tagen.

Die Bearbeitung der Fragen nahm für die Studenten rund 15 Minuten in Anspruch. Kam binnen sieben Tagen keine Rückmeldung, war dies als Nichtantwort gewertet worden.

Als möglichen Grund für das Ergebnis nannten die Wissenschaftler um Gwénaëlle Le Dreff von der Universität Nantes die Wichtigkeit des Nachnamens für das Selbstkonzept der Probanden. Die Originalstudie ist im „Journal of Applied Social Psychology“ (Bd. 35, 2005) erschienen.

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